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Fremdenfeindlicher Angriff in Merseburg: Brandanschlag auf Interkulturelles Zentrum

Asmir Kosuta zeigt die Spuren des Brandanschlags an der Eingangstür des Interkulturellen Zentrums.

Asmir Kosuta zeigt die Spuren des Brandanschlags an der Eingangstür des Interkulturellen Zentrums.

Foto:

Peter Wölk

Merseburg -

Auf das interkulturelle Begegnungszentrum in der Merseburger Dammstraße ist am späten Sonntagabend ein Brandanschlag verübt worden. Unbekannte hatten demnach eine Spraydose mit einem Ameisenbekämpfungsmittel an der Eingangstür verkeilt, vermutlich mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Offenbar sollte die Dose auf diese Weise zur Explosion gebracht werden.

Zwei junge Männer aus Montenegro und Serbien, die in dem Gebäude wohnen, griffen beherzt ein und konnten das Feuer löschen, so dass nur ein Schaden an der Eingangstür entstand. „Das ist schrecklich. Wir wollen friedlich mit allen zusammenleben“, sagte Asmir Kosuta vom Islamischen Kulturzentrum in Leipzig der MZ. Der Verein ist Träger des Projektes in Merseburg. Auch Stadtrat Daniel Stahnke (SPD) verurteilte die Tat. „Die Grenzen sind erreicht, wenn die Freiheit des anderen bedroht wird. Hier darf die Gesellschaft nicht wegschauen.“

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen und Spuren am Tatort gesichert. Der Verein aus Leipzig denkt nun darüber nach, Videokameras zur Überwachung des Objektes zu installieren.


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