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Ernährungs-Tipps: Das richtige Fasten ohne Reue

Fasten bedeutet Verzicht - wer sich in dieser Zeit grundsätzlich Gedanken über seinen Lebensstil macht, kann damit den Einstieg in eine gesündere Ernährung schaffen.

Fasten bedeutet Verzicht - wer sich in dieser Zeit grundsätzlich Gedanken über seinen Lebensstil macht, kann damit den Einstieg in eine gesündere Ernährung schaffen.

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dpa

Merseburg -

Dem christlichen Glauben nach beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit. Auch im Saalekreis treten viele Menschen bis Ostern kürzer, meiden etwa Alkohol oder fettige Speisen. Dabei hat sich die Art des Fastens verändert. So verzichten manche Zeitgenossen etwa auf einen übermäßigen TV-Konsum. Und nicht nur Gläubige machen mit. MZ-Redakteur Dirk Skrzypczak hat mit Bettina Daum gesprochen. Sie arbeitet als Ernährungswissenschaftlerin am Carl-von-Basedow-Klinikum in Merseburg.

Was halten Sie von der Fastenzeit?

Daum: Generell finde ich das Fasten nicht bedenklich - im Gegenteil. Allerdings sollte jeder seine Situation auch einschätzen können. Kranke Menschen oder schwangere Frauen sollten vor dem Fasten einen Arzt konsultieren, damit es nicht zu Komplikationen kommt.

Das Fasten setzen viele Menschen mit dem Abnehmen gleich. Was sollte man gerade zu Beginn beachten, damit der Schuss nicht nach hinten losgeht?

Daum: Fasten heißt nicht zwangsläufig, dass man auch abnehmen muss. Es gibt viele Möglichkeiten, am eigenen Lebensrhythmus etwas zu verändern - beispielsweise den Fernsehkonsum einzuschränken oder das Auto häufiger stehen zu lassen und Fahrrad zu fahren. Wer allerdings seine Ernährung bewusst umstellen will, sollte langsam anfangen und beispielsweise auf Schokolade verzichten. Oder auf Alkohol, der hat bekanntlich einen großen Kalorieneintrag.

Viele, die fasten, setzen aber auf die radikale Methode. Und halten es deshalb auch nicht durch.

Daum: Bleiben wir mal beim Thema Essen. Das bedeutet auch immer Genuss. Und den sollte man sich auch bewahren. Es ist nicht verkehrt, hin und wieder mal ein Stückchen Schokolade zu naschen. Sonst entwickelt man eine Art Heißhunger. Und es besteht die Gefahr, dass man rückfällig wird. Genussmittel kann man bewusst auch als eine Art Belohnung einsetzen, weil man Ziele erreicht hat.

Wozu raten Sie?

Daum: Wie gesagt, es schrittweise anzugehen und es nach Möglichkeit auch über Ostern hinaus durchzuhalten. Dann hat man auch langfristig etwas davon. Empfehlenswert sind beispielsweise fünf Obst- und Gemüsemahlzeiten pro Tag. Sie stillen den Heißhunger und verschaffen dem Körper Vitamine.

Einige unter den Fastern, auch ich übrigens, verfallen schnell wieder in den alten Trott. So nach der Devise: Jetzt habe ich etwas Gutes für mich getan, nun darf es wieder in die Vollen gehen.

Daum: Davon rate ich ab. Sonst tritt der Jo-Jo-Effekt ein. Und der ist zumeist mit einer schnellen Gewichtszunahme verbunden.

Fasten Sie selbst auch?

Daum: Ja. Ich möchte mich in den nächsten Wochen nur vegetarisch ernähren. Das habe ich im vergangenen Jahr auch schon getan. (mz)


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