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Direktkandidatin im Wahlkreis 39: Verena Späthe will für die SPD in den Landtag

Verena Späthe vertritt seit 2006 als Landtagsabgeordnete ihre Heimatregion in Magdeburg.

Verena Späthe vertritt seit 2006 als Landtagsabgeordnete ihre Heimatregion in Magdeburg.

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Peter Wölk

Merseburg -

Eigentlich sei sie ein sehr humorvoller Mensch, sie sei ja auch Büttenrednerin, sagt Verena Späthe (SPD) von sich. Leider werde dieser Charakterzug von den Leuten kaum wahrgenommen.

Vielleicht liegt das ja an den ernsten Themen, mit denen man die langjährige Arbeit der Sozialdemokratin in der Kommunalpolitik wie als Landtagsabgeordnete verbindet. Behinderten- und Seniorenpolitik sind ihre wichtigsten Aufgabenfelder. Die 57-Jährige ist sozial engagiert und stolz, dass auch dank ihrer Hartnäckigkeit der Landtag in der jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode das Fachkräfteprogramm und die Jugendpauschale gesetzlich festschrieb.

So gebe es jetzt jährlich Geld für Jugend-Projekte oder Ferienfahrten, die der Jugendhilfeausschuss verteilen könne. Mögliche Personalkostenzuschüsse zum Beispiel für die Arbeit in den Jugendclubs würden zudem den Kommunen oder Einrichtungs-Trägern Sicherheit bieten.

Nach ihren persönlichen größten Erfolgen dieser Amtszeit gefragt, nennt die Merseburgerin weiterhin erkämpftes Geld für die Region, konkret für die Umgehungsstraße Merseburg-Süd und sechs Millionen Euro an Sanierungsmitteln für die Historischen Kuranlagen in der Goethestadt Bad Lauchstädt.

Barrierefreies Sachsen-Anhalt

Warum sie noch einmal kandidiert? „Weil ich noch so viel zu tun habe“, sagt Verena Späthe. Als erstes fällt ihr dabei die so genannte Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ein, mit deren Umsetzung sie nicht zufrieden ist. Man müsse mehr ambulante Hilfe leisten. Statt vorschnell zu stationärer Unterbringung zu raten, sollten Betroffene und ihre Familien in die Lage versetzt werden, zu Hause die notwendige Pflege und Betreuung zu erhalten. Da gehe es einerseits um konkrete Hilfe etwa beim rollstuhlgerechten Wohnungsumbau und andererseits um mehr Aufklärung der Bevölkerung, Behinderte nicht aus der Mitte der Gesellschaft an deren Rand abzuschieben. Gesetzliche Grundlage sei dafür eine UN-Konvention. Diese müsse man mit Landesregeln untersetzen und letztlich vor Ort einhalten. Dass es dafür im Saalekreis jetzt einen Behindertenbeauftragten gebe, sei auch ihrer Beharrlichkeit zu verdanken.

Ein ebenso wichtiges Thema ist für sie die Initiative barrierefreies Sachsen-Anhalt, die die SPD in ihr Wahlprogramm aufgenommen hat. „Barrierefreiheit muss in jeder Amtsstube und in jeder Verwaltung eine Selbstverständlichkeit sein“, fordert Verena Späthe. Dabei gehe es nicht nur um eine Rollstuhl-Rampe, sondern zum Beispiel um größere Schriften für Formulare und Fahrpläne oder einfach gehaltene Sätze, deren Inhalt jeder verstehen könne. Sie selbst geht dabei mit gutem Beispiel voran. Auf ihrer Internetseite gibt es den Link „Leichte Sprache“. „Diese Art von Barrierefreiheit nutzt allen“, sagt die Politikerin. (mz)


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