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Bauarbeiten am Hafen Braunsbedra: 99 Stufen bis zur Promenade

Hier wird an der Zufahrtsstraße vom Schiefweg zum Hafen gebaut.

Hier wird an der Zufahrtsstraße vom Schiefweg zum Hafen gebaut.

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Peter Wölk

BRAUNSBEDRA -

99 Stufen sind es künftig vom Aussichtsturm in Braunsbedra-Neumark hinab zur Hafenpromenade. Derzeit sind von der Treppe „Seeterrasse“ freilich nur die Gründungsfundamente zu sehen. Die Arbeiten sind Teil des aktuellen Bauabschnitts zur Erschließung des Geiseltalsee-Hafens. Er begann im September und soll Ende August 2016 fertiggestellt sein. Etwa 6,9 Millionen Euro werden in dieser Zeit verbaut. Nach einer europaweiten Ausschreibung ist die Naumburger Bauunion der Hauptauftragnehmer.

Laut Bauüberwacher Stefan Rausch liegen die Arbeiten im Plan. Sie beinhalten im Einzelnen die rund 1 400 Meter lange Zufahrtsstraße zum Hafen, zwei Treppen, einen asphaltierten behindertengerechten Serpentinenweg vom Parkplatz zur Hafenpromenade und einen weiteren vom Aussichtsturm in Richtung Touristinformation sowie die Verlegung von Strom- und 1 200 Meter Trinkwasserleitung, 900 Meter Regenwasserkanal und 1 400 Meter Abwasserdruckrohrleitung. „Die Kampfmittelsuche ist zu 90 Prozent abgeschlossen, die Verlegung von Energie zu 30 Prozent, von Abwasser und Trinkwasser zu 80 Prozent und des Regenwasserkanals zu 90 Prozent“, erläutert Stefan Rausch den aktuellen Stand.

Allein der Treppenbau ist laut seiner Auskunft sehr aufwändig. Drei Meter tief wurde die Erde zunächst ausgehoben, um mit einem ordentlichen Unterbau für einen stabilen Zuweg entlang der Böschung zu sorgen. Ende März sollen die einzelnen Treppenelemente mit einem Kran eingebaut werden. Zwischen den Treppen gibt es Podeste fürs Luft holen und Aussicht genießen. Links und rechts wird zur Sicherheit Geländer angebaut. Eine gepflasterte Rinne sorgt für den Ablauf des Regenwassers.

Analog dieser Bauweise entsteht die sogenannte Wassertreppe ab dem Parkplatz am Schiefweg. In etwa zwei Wochen soll der Erdaushub dafür wie für den benachbarten Serpentinenweg beginnen. Als erstes muss aber eine Altlast entsorgt werden. Der Grund: Bodenproben haben ergeben, dass sich in diesem Böschungsabschnitt zirka 300 Tonnen Rückstände einer Säureharz-Einspülung aus Zeiten des Tagebaus befinden.

Parallel dazu hat im Schiefweg der Straßenbau begonnen. Enorme Erdmassen werden bei diesem Eingriff in die Böschung bewegt. Moderne GPS-Geräte in den Raupen sorgen nun dafür, dass auf den ausgerechneten Millimeter genau die künftige Fahrbahn planiert und verfestigt und für den Einbau der Tragschicht vorbereitet wird.

Den Abschluss der Arbeiten am Braunsbedraer Hafen für dieses Jahr bilden dann im Herbst umfangreiche Anpflanzungen. Wenn die Bagger verschwunden sind, kann man jedenfalls erstmals an der Hafenpromenade entlang flanieren. Bereits fertiggestellt sind hier schon die Seebrücke und die Touristinformation. (mz)


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