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Backwaren-Kette: „Stadtbäcker“ wird zu Bäcker Lampe

Brot und Brötchen

Brot und Brötchen liegen in einer Auslage.

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Günter Bauer/Archiv

Merseburg/Halle (Saale) -

Die insolvente Backwaren-Kette „Der Stadtbäcker“ ist verkauft: Bäcker Lampe aus Thüringen übernimmt ab dem 1. Februar 31 der insgesamt 36 Filialen, darunter auch vier in Merseburg, Schkopau und Bad Dürrenberg. Die Verkäuferinnen und damit knapp die Hälfte der Belegschaft werden weiter beschäftigt. Die restlichen 73 Angestellten, die in der Zscherbener Produktion, der Verwaltung und als Fahrer arbeiten, werden entlassen.

Seit August, als das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, habe man darauf gehofft, dass es in der großen Produktionshalle unter neuem Namen weitergeht. „Vor zwei Wochen bekamen wir die Nachricht über die Schließung, das hat uns den Boden unter den Füßen weggerissen“, erzählte eine Mitarbeiterin, die seit 20 Jahren im Betrieb tätig ist. Viele ihrer Kollegen in der Produktion, seien zwischen 40 und 60 Jahre alt.

„Wer gibt einem denn in dem Alter noch einen Job“, sagte sie. Die Belegschaft sei nun als arbeitslos gemeldet worden, der Betriebsrat habe einen Sozialplan entwickelt, in dem auch Abfindungen enthalten seien. „Aber wir werden wohl nicht drumherum kommen, uns in anderen Branchen umzusehen“, so die Mitarbeiterin.

Neu eingekleidet

Anders läuft es bei den Verkäuferinnen: Sie werden in den Filialen von Bäckermeister Lampe neu eingekleidet. „Es gibt viel zu tun. Erst am vergangenen Freitag wurde der Kaufvertrag unterschrieben“, sagte Chefin Beate Lampe. Auch das Stadtbäcker-Logo wurde erworben, denn so schnell werde man es nicht schaffen, alle übernommenen 31 Stadtbäcker-Filialen auf Lampe umzufirmieren. Unter anderem müsse man die Verkäuferinnen mit dem neuen Angebot von Lampe bekanntmachen. Im Gegensatz zum Stadtbäcker verfüge Lampe auch über ein Konditor- und Kuchenangebot.

Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben rund eine halbe Million Euro in die Übernahme der Stadtbäcker-Filialen. „Mit der Expansion reagieren wir auf den schwierigen Markt. Denn auch uns als Handwerksbetrieb macht die extrem billige Konkurrenz in den Einkaufsmärkten zu schaffen“, so Lampe. Die Zahl der Mitarbeiter steige von 140 auf 220. „Die Produktionsstätte in Teutschenthal konnten wir nicht übernehmen. Wir suchen aber neue Mitarbeiter in unserem Betrieb in Roßleben, etwa im Kuchenbereich“, sagt Beate Lampe. (mz)


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