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Ausstellung in Braunsbedra: Waldelefant lockt Besucher an

Über 7.000 Besucher zählte die im Sommer 2015 eröffnete Waldelefanten-Ausstellung bisher. Die Feiertagspause endet am Mittwoch.

Über 7.000 Besucher zählte die im Sommer 2015 eröffnete Waldelefanten-Ausstellung bisher. Die Feiertagspause endet am Mittwoch.

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Peter Wölk

Braunsbedra -

Die Weihnachtspause ist vorbei. Ab Mittwoch, 6. Januar, kann der Geiseltaler Waldelefant in der Braunsbedraer Pfännerhall wieder besichtigt werden.

Die Originalnachbildung des Dickhäuters, der vor rund 200.000 Jahren in der Region lebte, misst 6,50 Meter bis zur Rüsselspitze und ist auf ihrer Drehscheibe die Hauptattraktion der im Sommer eröffneten Ausstellung „Fundort Pfännerhall“ mit Fossilien des Geiseltals. Auch ein Abguss des 50 Millionen Jahre alten Urpferdchens gehört dazu. Weit über 7.000 Besucher wurden bislang gezählt.

Der Förderverein des Industriedenkmals möchte als Hausherr und Projektleiter diese Zahl 2016 natürlich toppen und hat dafür viele Ideen. Sie reichen von der Kontaktaufnahme zu Reiseveranstaltern in ganz Deutschland bis zu weiterer Werbung an den Autobahn-Abfahrten und der Einfahrt zur früheren Zentralwerkstatt des Geiseltaler Bergbaukombinats. Das erfuhr die MZ auf Nachfrage von der neuen Geschäftsführerin Kathrin Butter.

Erweiterung der Ausstellungsfläche

Denn um den Anforderungen einer Museumsleitung mit einer fest angestellten Mitarbeiterin sowie zwei Teilzeit-Beschäftigten gerecht zu werden, gab es zwischenzeitlich Umstrukturierungen des Vorstands. Er wird nach wie vor von Professor Peter Luckner angeführt. Aufgaben wie die des Schatzmeisters, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Werterhaltung der Pfännerhall oder der Projektentwicklung seien aber besser auf mehrere Schultern verteilt worden, so Kathrin Butter.

Zu den Zielen des Vereins gehört ihr zufolge langfristig die Erweiterung der Ausstellungsfläche. Bislang leerstehende Hallen können dafür genutzt werden. Ein Schwerpunkt soll dabei die 300-jährige Bergbaugeschichte des Geiseltals sein. Was bereits jetzt unter dem Titel „Glück-auf-Tour“ zu sehen ist, möchten die Mitglieder gern erweitern. Ehemalige Bergleute aus dem Geiseltal hätten bereits angeboten, daran mitzuarbeiten.

Fertiggestellt ist aber schon jetzt ein neues umfangreicheres Kinderprogramm, sagte die Geschäftsführerin. Gruppen oder Klassen könnten ganz nach Wunsch einige Stunden oder auch einen ganzen Projekttag in der Pfännerhall mehr über die Geschichte ihrer Heimat erfahren. Buchungen wären schon zu den Winterferien im Februar möglich. Ein spannendes Ausgrabungsspiel sei nur eine der Möglichkeiten. Begleitend zur Dauerausstellung sind regelmäßige Sonderschauen in der Pfännerhall schon eine gute Tradition.

„Mensch macht Landschaft“

Derzeit ist dort „Mensch macht Landschaft“ zu besichtigen. Gezeigt wird anhand von Kartenmaterial, historischen Luftbildaufnahmen und ganz neuen Luftbildern vom Herbst die Veränderung des Geiseltals vom Bergbaugebiet zur heutigen Seenlandschaft. Solche Sonderausstellungen seien auch weiterhin geplant, hieß es.

Aufgrund ihrer Größe empfiehlt sich die ehemalige Zentralwerkstatt auch für private Feiern von der Einschulung bis zur Hochzeit oder als Tagungsort. Eine Anfrage genügt. Selbst kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte oder Kinovorführungen feierten seit dem Sommer bereits erfolgreich Premiere, so dass der Förderverein auch hier über Fortsetzungen nachdenkt. Für Gastronomie ist dank des Cafés der Geiseltaler Entwicklungs- und Touristikgesellschaft gesorgt. (mz)

Die Ausstellung „Fundort Pfännerhall“ im Grubenweg 4 in Braunsbedra ist mittwochs bis sonntags 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet fünf Euro für Erwachsene und drei Euro für Schüler, Studenten, Azubis oder Schwerbeschädigte. Die Familienkarte ist für zwölf Euro erhältlich. Ganz neu ist ein Jahresticket zum Preis von 25/ermäßigt 15 Euro. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Homepage: www.besucherzentrum-geiseltal.de


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