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Astronomie in Merseburg: Neuer Name fürs Planetarium

2015 wurde die Fulldome-Technologie in Merseburg vorgestellt.

2015 wurde die Fulldome-Technologie in Merseburg vorgestellt.

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Peter Wölk

Merseburg -

Die Zahlen sprechen Bände: Das Merseburger Planetarium ist eine Erfolgsgeschichte. Nachdem es am 5. Dezember 2008 gestartet war, kamen im Jahr 2009 schon 3.279 Besucher. Im vergangenen Jahr sogar 4.803 Gäste. 2015 fanden insgesamt 148 Veranstaltungen statt.

„Viele Leute kommen zu uns, weil es bei uns den Live-Sternenhimmel gibt“, erzählt Planetariumsreferentin Mechthild Meinike. „Halle hat im Augenblick kein Planetarium. Im Zeiss-Planetarium in Jena findet so etwas nur ein Mal im Monat statt. Das alles merken wir an den Anfragen, die wir bekommen.“

Zu den Sternen oder ins Meer

Die Zahl der Besucher könnte ab diesem Jahr sogar noch steigen, denn das Planetarium bricht zu neuen Ufern auf. Im Herbst wird nämlich nicht nur der Projektor gewartet, der mittlerweile im 46. Dienstjahr ist. Während einer Umbau-Pause wird auch die neue Fulldome-Technik eingebaut. Mit dieser speziellen Technik werden eine Ganzkuppelprojektion und interaktive Reisen zu den Sternen ermöglicht. Durch den Einsatz mehrerer Projektoren wird nämlich ein echtes Raumgefühl erzeugt.

Mit der Technik, die Mitte vergangenen Jahres im Planetarium vorgestellt wurde, sollen neue Zielgruppen angesprochen werden. Mechthild Meinike hofft vor allem auf junges Publikum. „Dann können wir nicht nur zu den Sternen reisen, sondern vielleicht auch in die Tiefen des Meeres. Wir wären dann praktisch mitten in einem riesigen Aquarium - praktisch Tauchen ohne nass zu werden“, lächelt Mechthild Meinike.

Der Chemieriese Dow hatte 10.000 Euro für die Anschubfinanzierung für die 30.000 bis 50.000 Euro teure Technik zur Verfügung gestellt. Unterstützung gibt es auch von der Sparkasse und dem Landkreis. Während einer Umbaupause im Sommer soll die neue Fulldome-Technik eingebaut werden. Dann will sich das Planetarium auch einen neuen Namen geben: „Live-Planetarium - Wissenschaftstheater - Kreativraum“ will man sich dann nennen.

Nach einer Grundreinigung des Planetariums im Herbst wird auch eine neue Bestuhlung eingeweiht, für die ein Sponsor gefunden werden konnte. „Den wollen wir allerdings im Augenblick noch nicht verraten“, so Meinike. Neben galaktisch guten Ideen für das Planetarium gibt es allerdings auch zwei Probleme. Zum einen ist das Planetarium, das sich den Pavillon in der Teichstraße mit einem China-Resturant teilt, offenbar nicht für jeden leicht zu finden. Deshalb wünschten sich die Verantwortlichen eine bessere Ausschilderung.

Probleme mit Gerüchen

Meinike: „Wir hatten bereits eine Anfrage bei der Bahn gestellt, ob es möglich wäre, eine Werbung an der neuen Bahnbrücke in der Teichstraße anzubringen, doch da bekamen wir eine Absage, weil auf die Brücke noch Gewährleistung sei.“ Offenbar darf deshalb an der Brücke nichts verändert werden. Gewährleistung ist offenbar auch noch auf die 2012 eingebaute Klimaanlage des Planetariums. Unangenehme Gerüche stören häufig die Vorführungen, wie Gäste den Planetariumsreferenten mehrfach mitteilten. Laut Kulturamtsleiter Michael George habe es bereits Versuche gegeben, das Ärgernis zu beheben. Bislang ohne Erfolg. Die Bemühungen gingen aber weiter, so George.

Der Verein Sternenfreunde Merseburg hat zurzeit 33 Mitglieder, Zwölf Schüler gehören der AG Weltraumdetektive an. (mz)

Informationen zum Programm unter www.planetarium-merseburg.de


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