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Abstimmung: Merseburger vermutet Wahl-Betrug

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Stimmabgabe an einer Wahlurne

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dpa/Symbol

Merseburg -

In der Stadt Merseburg muss jetzt dem Vorwurf eines mögliches Wahlbetrugs auf den Grund gegangen werden. Leser Rüdiger Abitzsch hat sich an die MZ gewandt und auf einen möglichen Betrug in einem Wahllokal in Merseburg-West hingewiesen. Er selbst war bei der Auszählung zugegen. „Bei der Auszählung der Stimmen unmittelbar vor mir musste ich plötzlich feststellen, das ein Stapel von vielen Zetteln aus der Urne alle direkt nacheinander das gleiche Ergebnis hatten und mit exakt gleichen, wie gedruckten Kreuzen versehen waren“, sagte er der MZ. Es habe sich um Erst- und Zweitstimmen für die CDU gehandelt. Das sei auch anderen Beobachtern nach seinem Hinweis aufgefallen.

„Es kann nicht sein, das zirka 50 Wahlscheine direkt nacheinander mit den gleichen Kreuzen in die Urne gesteckt werden. Jeder Mensch hat eine andere Handschrift, wie an den anderen Scheinen deutlich sichtbar war. Ich fordere diesbezüglich eine öffentliche Überprüfung aller Wahlscheine auf dieses Problem hin.“ Die MZ hat unterdessen das Kreiswahlbüro informiert. „Wir leiten das an den Gemeindewahlverantwortlichen der Stadt Merseburg weiter. Das muss dort geprüft werden“, sagte Kreiswahlleiterin Elke Krug. Rüdiger Abitzsch bekomme dann von der Stadt eine Antwort. (mz/und)


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