Ursprünglich wollten sie gegen einen mutmaßlichen Drogendealer vorgehen. Nur wohnt der nebenan. Bei dem Einsatz wurden ein damals 17-jähriger Schüler und seine Mutter verletzt (die MZ berichtete). Der Familienvater erstattete daraufhin Strafanzeige.
"Der Vorfall wird nicht unter den Tisch gekehrt. Vielmehr habe ich das Verfahren mit den Ermittlungsbeamten abgestimmt und weitere Untersuchungen angeordnet", sagte Staatsanwalt Klaus Wiechmann der MZ. Er hoffe, dass die Ermittlungen im Januar abgeschlossen werden können. Dann wolle er nach Sichtung aller Unterlagen entscheiden, ob Anzeige wegen Körperverletzung im Amt erhoben werde. Geklärt werden soll, ob die Polizisten verhältnismäßig vorgegangen sind. Der Irrtum an sich sei ein Fehler gewesen, aber keine Straftat.