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Saalekreis: Ohausener spielen lebende Krippe in St. Johanni

Uhr | Aktualisiert 25.11.2012 19:12 Uhr

Obhausen macht es möglich: eine lebende Krippe steht in der St. Johanni Kirche. (FOTO:PETER WÖLK)

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"Wo sind denn der dritte König und die Hirten?" Silvia Rosenhahn blickt ungeduldig auf die Uhr. In 20 Minuten soll die Ausstellung mit Krippen in der St. Johanni Kirche in Obhausen eröffnet werden und noch fehlen einige Figuren für die lebende Krippe, die doch der Höhepunkt der Ausstellungseröffnung sein soll.
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obhausen/MZ. 

Als kurz nach 14 Uhr die interessierten Obhausener schließlich ins Gotteshaus strömen, ist die Überraschung perfekt. Direkt vor dem Altar steht die ganz besondere Krippe. Maria (Susanne Möhring, die selbst ein Christkind erwartet), Josef (Steffen Hebisch), die Heiligen drei Könige, Hirten, Esel, Ochse und Schaf, selbst der kleine Verkündigungsengel fehlt nicht.

Und jetzt ist Silvia Rosenhahn zufrieden. Sie hatte mit Runa Ulbrich, beide vom Kirchengemeindebeirat, diese nunmehr 18. Ausstellung in der Kirche St. Johanni auf die Beine gestellt. Dieses Mal hatten sie auf die Obhausener gebaut, die sie baten, ihre Weihnachtskrippen für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Mehr als 100 Stücke kamen zusammen und werden nun liebevoll präsentiert.

Susanne Möhring hat ihr Ausstellungsstück gerade erst fertig bekommen. Sie hat eine Krippe gebacken. "Wir haben uns sehr gefreut, dass Ute und Konrad Kühne aus Querfurt uns zwei Krippen aus Nicaragua zur Verfügung gestellt haben", so Runa Ulbrich. Kühnes Tochter lebt mit ihrer Familie in diesem mittelamerikanischen Land. Die beiden Krippen sind aus Speckstein gefertigt. Pfarrer Hermann Rotermund steuert eine mehr als 100 Jahre alte Krippe aus Brasilien bei. Die hat sein Großvater aus Südamerika mitgebracht. "Mein Urgroßvater war Mitte des 19. Jahrhunderts dorthin ausgewandert", erzählt Rotermund. Die Besucher der Ausstellung staunen über viele kleine Details, die sie entdecken. So etwa die Krippe im Straußenei oder die Teile der Krippe, die aus Kochtöpfen und anderem Haushaltsmaterial entstanden war. Es gibt Krippen aus Papier, aus Sperrholz gesägt, aus Gips gegossen. "Und dazu passen auch unsere Weihnachtsfenster, die 1892 vom Rittergutsbesitzer Lücke gespendet worden waren", erzählt Runa Ulbrich, deren 27-jährige Tochter Daniela mit Pfarrer Rotermund die musikalische Umrahmung der Ausstellungseröffnung übernommen hat.

Die lebende Krippe ist inzwischen "abgebaut". Aber die Besucher haben noch eine ganze Menge zu entdecken.

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