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Saalekreis: Neues Pflegeheim in Leuna

Uhr | Aktualisiert 30.12.2012 18:45 Uhr
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Wenn alles nach Plan läuft, dann wird im nächsten Jahr in Leuna ein Altenpflegeheim gebaut. Es soll in der Albert-Einstein-Straße entstehen und 57 Plätze haben. In der Merseburger Straße hingegen sollen neun altengerechte Wohnungen geschaffen werde.
Leuna/MZ/UWV. 

Das sagt Cathleen Paech, Pressesprecherin des Awo-Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Zur Errichtung des Pflegeheimes hatte es eine Ausschreibung gegeben, an der sich die Awo Soziale Dienst Sachsen-Anhalts GmbH (ASD), eine Tochtergesellschaft des Awo-Landesverbandes, beteiligt hat. "Der Stadtrat Leuna erteilte ihr im Sommer dieses Jahres den Zuschlag", so Paech. Die ASD betreibt Einrichtungen unter anderem in Halle, Dessau und Naumburg. Erst in diesem Jahr eröffnete ein neues Seniorenzentrum in Jerichow.

Wie auch in Jerichow wird das Leunaer Pflegeheim ein Haus der vierten Generation werden. "Häuser der vierten Generation arbeiten nach einem so genannten Hausgemeinschaftskonzept", unterstreicht Paech. In einer Hausgemeinschaft leben zwischen 11 und 12 pflegebedürftige Menschen, die alle ein eigenes Zimmer mit Sanitärbereich haben. Zudem verfügt die Hausgemeinschaft - fünf davon sollen in Leuna entstehen - über einen gemeinsamen Wohn- / Ess- und Kochbereich. Dort steht mindestens eine Mitarbeiterin als Bezugsperson zur Verfügung. Sie unterstützt die Alltagsorganisation der Hausgemeinschaft. "Die Pflege erfolgt eher dezent im Hintergrund", so Paech.

Laut Pressesprecherin sind die ersten Häuser der vierten Generation in Deutschland ab etwa 1995 gebaut worden. Neben den Pflege- wurden vor allem die Wohnbedürfnisse berücksichtigt. So steht den Bewohnern jetzt mehr Platz zur Verfügung. "Die aktivierende Pflege steht im Vordergrund. Aus Stationen wurden Wohnbereiche. Der Begriff Station prägte die zweite Generation der Pflegeheime, die Krankenhaus-Charakter hatte", so Paech.

Die Investitionssumme liegt im Millionenbereich. Eine genaue Zahl nannte Paech allerdings nicht. Die Abstimmung mit den Ämtern der Stadt, des Landkreises und der Heimaufsicht laufen. So wurde unter anderem das Raumkonzept Ende November der Heimaufsicht vorgestellt und für gut befunden. Weitere Gespräche wird es Anfang kommenden Jahres geben. "Für uns gilt, Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit." Das Haus soll nach bisherigen Planungen an das Fernwärmenetz angebunden werden. Auch mindestens zehn Stellplätze sollen entstehen.

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