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Saalekreis: Leichtathketik-Übungsleiter für Bürgerpreis nominiert

Uhr | Aktualisiert 15.01.2013 21:09 Uhr
Sven Rosenbaum ist im Nachwuchssport sehr engagiert. (FOTO: PETER WÖLK) 
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Sven Rosenbaum trainiert als Übungsleiter die jungen Leichtathleten des SV Braunsbedra und legt die Grundlage für zahlreiche Spitzenresultate. Für sein Engagement für den Sport wurde er für den Bürgerpreis "Der Esel, der auf Rosen geht" nominiert.
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BRAUNSBEDRA/MZ. 

Das Gewusel wird von Sven Rosenbaum kurz unterbrochen. Zwei Dutzend Kinder und Jugendliche haben sich gerade in der Turnhalle intensiv aufgewärmt. Einen Hindernisparcours mussten die Mitglieder der Leichtathletikabteilung des SV Braunsbedra mehrfach bewältigen.

Nun steht Zirkeltraining auf dem Programm. Sven Rosenbaum erklärt, welche Übungen die Sportler an den einzelnen Stationen machen sollen. "Wir legen viel Wert auf die Athletik", gibt er zu verstehen. Um die eigene Athletik zu verbessern, kommen die Mädchen und Jungen während der Wintermonate zwei Mal pro Woche in die Turnhalle. Rund eineinhalb Stunden werde dann immer trainiert, so Rosenbaum weiter, der für sein Engagement für den Sport für den Bürgerpreis "Der Esel, der auf Rosen geht" nominiert wurde.

Turnhalle und Trainingsgelände des SV Braunsbedra bekommt Sven Rosenbaum fast häufiger zu Gesicht als die heimischen vier Wände. Die Leidenschaft ist dem engagierten Trainer anzumerken. Schon während seiner eigenen Schulzeit begeisterte sich der heutige Grundschullehrer und fünffache Vater für den Sport. Als er ungefähr acht Jahre alt war, hatte ihn der immer noch aktive Leichtathletiktrainer Walter Knebel unter die Fittiche genommen, erinnert sich Rosenbaum. "Ihm habe ich viel zu verdanken. Vor allem auf fachlichem Gebiet habe ich sehr viel von ihm gelernt", ist der Braunsbedraer heute noch dankbar.

Schon in jungen Jahren hatte der nun 46-Jährige Nachwuchssportlern die Grundlagen der Leichtathletik vermittelt. "Damals gab es hier in Braunsbedra noch einen hauptamtlichen Trainer, mit dem ich zusammenarbeitete", blickt Rosenbaum zurück. Mit der Wende fiel die Stelle jedoch weg und die Leichtathletik in Braunsbedra in eine Art Dornröschenschlaf. Mitte der 1990er Jahre begann dann Sven Rosenbaum, sich wieder stärker einzubringen und einen Großteil seiner Freizeit dem Sport zu widmen.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Zahlreiche Spitzenresultate konnten Leichtathleten vom SV Braunsbedra in der jüngeren Vergangenheit erzielen und das auch auf nationaler Ebene. "Obwohl wir nicht so oft trainieren, wie das an den Sportschulen der Fall ist, können einige unserer Sportler doch recht gut mithalten", sagt Sven Rosenbaum nicht ohne Stolz.

Viele Talente waren dem Lehrer frühzeitig aufgefallen. Einige, wie etwa Victoria Dönicke, sind später auf die Sportschulen nach Halle oder Magdeburg gewechselt und haben vielleicht eine große Karriere vor sich. Kontakt zu ihnen bestehe heute noch. Das ist wohl auch der Art zu verdanken, mit der Sven Rosenbaum zu Werke geht. Es wird leistungsorientiert Sport getrieben, aber nicht verbissen. Vielmehr soll der Sport auch Freude machen, wie Rosenbaum findet. Deshalb wird nicht nur trainiert.

"Wir unternehmen auch gemeinsame Ausflüge, waren zuletzt beispielsweise in einem Erlebnisbad", erwähnt Rosenbaum. Gut für die Entwicklung der Jugendlichen sei zudem das alljährlich organisierte Trainingslager um Ostern herum, das die Braunsbedraer gemeinsam mit Merseburger Leichtathleten absolvieren. Auch da ist Sven Rosenbaum stets mit von der Partie, genau wie an vielen Wochenenden bei verschiedenen Wettkämpfen.

Bei Ehefrau Diane sowie den fünf Söhnen ruft Rosenbaums Engagement keinen Groll hervor. "Meine Familie teilt das Interesse für den Sport. Ohne die Unterstützung durch meine Frau könnte ich all das auch gar nicht schaffen", betont Rosenbaum, der sich schon wieder mit den Vorbereitungen für den Geiseltalsee-Lauf befasst, den der Verein in diesem Jahr zum 18. Mal ausrichten wird.

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