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Saalekreis: Krönender Abschluss am Kirchendach

Uhr | Aktualisiert 23.11.2012 22:05 Uhr
Mike Mollek legt die Wasserwaage an. (FOTO: WÖLK) 
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Die Sanierungsarbeiten am Kirchturmdach der Kirche St. Nikolaisind sind jetzt beendet. In die Erneuerung wurden rund 80 000 Euro investiert.
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wünsch/MZ. 

In schwindelerregender Höhe hantierten Handwerker am Freitag in Wünsch. Für die Dachdecker war es so gesehen keine große Sache, zwei Wetterfahnen am Dach der Kirche St. Nikolai, die im 14. Jahrhundert errichtet wurde, anzubringen. Nur wenig Werkzeug und auch nicht allzu viel Zeit benötigten sie dafür. Dennoch hatten sich wegen der Wetterfahnen neben den Handwerkern unter anderem auch Pfarrer Hans-Jacob Schröter sowie Ortsbürgermeister Karl-Heinz Pietrzak (CDU) auf das knapp 20 Meter hohe Baugerüst gewagt.

Pietrzak zufolge war das Anbringen der beiden Wetterfahnen sozusagen der krönende Abschluss umfangreicher Sanierungsarbeiten am Kirchturmdach. Die Arbeiten hatten vor gut drei Wochen ihren Anfang genommen. Zunächst hatten die Gerüstbauer den Weg bereitet, bevor mehrere Tage eine Zimmermannsfirma das betagte Gebälk im Dachbereich erneuerte. Das war laut Pfarrer Schröter auch dringend notwendig. "Das letzte Mal, dass an dem Dach richtig was gemacht worden war, liegt schon mehr als 150 Jahre zurück", sagte er. Seither sei lediglich sporadisch an einigen Stellen etwas ausgebessert worden. Die Folge war, dass das Holz an vielen Stellen morsch wurde. "Wenn ein stärkerer Sturm herrschte, dann wurden sogar schon einige der Schieferplatten abgelöst", so der Pfarrer weiter.

Die neue Dachkonstruktion war Stück für Stück mit Hilfe eines Außenaufzugs in luftige Höhen transportiert worden, wo die Balken dann angebracht wurden und nun hoffentlich lange halten werden. Sowohl Pfarrer Schröter als auch Ortsbürgermeister Pietrzak schienen erleichtert, nachdem die beiden Wetterfahnen auf ihren vorgesehenen Platz waren und die Arbeiten somit als abgeschlossen betrachtet werden können. Das Problem war schon länger bekannt. Allerdings musste zunächst das notwendige Geld für die Sanierung. aufgebracht werden. Das habe ziemlich lange gedauert - vier Jahre, um genau zu sein.

"Rund 80 000 Euro haben die Arbeiten insgesamt gekostet", so der Pfarrer. Ein Viertel davon hatte der Kirchenkreis aufgebracht. Zudem wurde das Vorhaben durch Lotto-Toto sowie die Stiftung für die Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Kiba) finanziell unterstützt. Außerdem ermöglichte es die Agrargenossenschaft Schafstädt, das Material kostenlos zu transportieren.

Keine großen Sorgen muss sich die Kirchgemeinde um das Innenleben der Kirche machen. Hier war schon vor mehr als einem Jahrzehnt sehr viel getan worden. "Viele Helfer hatten Ende der 90er Jahre mitgemacht", so der Ortsbürgermeister. Sogar der damalige Superintendent Klaus Reggelin habe bei den Arbeiten im Innenbereich tatkräftig mitgeholfen, erinnert sich Pietrzak gern zurück.

Seit Freitag weisen nun die beiden Wetterfahnen nicht nur auf die Windrichtung, sondern auch darauf hin, dass in Wünsch etwas für die Kirche getan wird.

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