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Saalekreis: Gänse noch immer Verkaufsschlager zur Weihnachtszeit

Uhr | Aktualisiert 16.12.2012 21:34 Uhr
Gans ist eines der beliebtesten Weihnachtsessen der Deutschen. (FOTO: VINCENT GRÄTSCH) 
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Seit den 90er Jahren zieht Landwirt Steffen Keiling Gänse groß und verkauft sie in der Weihnachtszeit. Zwischen vier und sieben Kilo bringe so eine Gans auf die Waage.
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LANGENEICHSTÄDT/MZ. 

Weihnachten steht vor der Tür, und damit das Fest der Feste auch gelingt, müssen nicht nur die Geschenke passen. Die Gaumenfreuden dürfen ebenfalls nicht zu kurz kommen. Deshalb sollte in der Küche das Richtige brutzeln beziehungsweise köcheln.

Der Langeneichstädter Steffen Keiling muss nicht lange überlegen oder gar dicke Kochbücher wälzen, wenn er an Weihnachten und das leibliche Wohl seiner Liebsten denkt. Gans kommt bei Familie Keiling auf den Teller und das zur Weihnachtszeit schon traditionell. Dass das Tier zuvor eine artgerechte Haltung erfahren hat, da kann sich Steffen Keiling sicher sein. Schließlich kümmert sich der 43-jährige Landwirt aus Langeneichstädt auf seinem Hof selbst darum.

Auf einem weiträumigen, abgezäunten Areal tummelt sich eine Vielzahl an Gänsen, die er als Jungtiere kauft und großzieht. "Eigentlich haben sie dort auf der Wiese genügend Gras", erzählt Steffen Keiling. Vor einigen Tagen musste der Landwirt aufgrund der Schneedecke allerdings nachhelfen.

Energiereicheres Futter wurde von ihm und seinen Mitarbeitern mehr als sonst an die Tiere verfüttert, die augenscheinlich auch schon ganz gut im Futter stehen. "Außerdem haben wir bei den relativ kühlen Temperaturen für die Tiere extra warmes Wasser bereitgestellt", spricht der Landwirt vom zusätzlichen Aufwand, den er und seine Mitarbeiter bei winterlichen Witterungsbedingungen betreiben müssen, damit sich die Gänse weiterhin wohlfühlen.

Erfahrung in Sachen Gänsehaltung hat der Langeneichstädter seit 1994. Damals war der Landwirt gerade einmal im vierten Jahr der Selbstständigkeit. "Schon zur Wendezeit haben wir angefangen". Damals hatte man lediglich einen Mitarbeiter, heute sind es 30. Und auch die Arbeit ist vielfältiger geworden. "Beispielsweise haben wir einen Futtermittelhandel aufgebaut", erzählt Steffen Keiling.

Nicht nur Leute aus der Region würden bei ihm beispielsweise Kartoffeln und Rüben für die eigenen Nutztiere holen. Es komme auch vor, dass ganze Lkw mit seinen Futtermitteln beladen werden, die dann auf eine längere Reise gehen. In Bewegung ist auch der Landwirt selbst im Arbeitsalltag zur Genüge. Denn er hat zum Beispiel auch Stallungen in Nemsdorf, hält neben den Gänsen noch Schweine, Rinder und Schafe und betreibt eine eigene Fleischerei.

Verkauft werden die Waren von Landwirt Keiling unter anderen in Steigra sowie in Langeneichstädt. Auch die Gänse werden dort zu haben sein. Zwischen vier und sieben Kilo bringe so eine Gans auf die Waage. Die Weihnachtsgans wird bei Familie Keiling übrigens in einem sogenannten Bratschlauch zubereitet. "Weil dadurch das Fleisch nicht so austrocknet", so Keiling. Der schmackhaft duftende Braten wird dann ganz klassisch mit Rotkraut und Klößen serviert.

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