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Saalekreis: Festival am Geiseltalsee steht auf der Kippe

Uhr | Aktualisiert 16.12.2012 21:25 Uhr
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Eine Bombendrohung im August führte für den Veranstalter Stefan Schicht zu großem finanziellem Schaden. Noch ist unklar, ob das Sommernachtsträume-Festival am Müchelner Geiseltalsee auch im kommenden Jahr stattfinden wird.
MÜCHELN/MZ. 

Noch ist unklar, ob das Sommernachtsträume-Festival am Müchelner Geiseltalsee auch im kommenden Jahr stattfinden wird. Eine Entscheidung diesbezüglich werde im ersten Quartal 2013 fallen, teilte der 23-jährige Veranstalter Stefan Schicht mit.

Grund für die Unentschlossenheit des Veranstalters sind die Ereignisse rund um die letzte Veranstaltung am 18. August. Die geplante fünfte Auflage des Festivals wurde in diesem Jahr durch eine Bombendrohung überschattet. Nachdem mehrere Anrufe aus einer Telefonzelle in Merseburg bei der Polizei eingegangen waren, musste das gesamte Veranstaltungsgelände evakuiert werden.

Eine Bombe wurde nicht gefunden und nach dreistündiger Unterbrechung konnte die Veranstaltung gegen 2 Uhr fortgesetzt werden. Für den Teil der Besucher, der noch nicht die Heimreise angetreten und auf dem Parkplatz ausgeharrt hatte, ging die Partynacht weiter.

Dennoch hinterließ die Veranstaltung aufgrund fehlender Einnahmen aus Eintritt und Gastronomie einen Schaden von mehreren tausend Euro. "Das mussten wir aus unserem privaten Portemonnaie tragen. Hinzu kommt ein enormer Imageschaden, den unser Festival und wir als Veranstalter davon getragen haben", so Schicht. Viele Wochen sahen sich der Veranstalter und seine Helfer mit enttäuschten Besuchern konfrontiert, die ihrem Unmut vor allem über das soziale Netzwerk Facebook Luft machten und auf eine Rückzahlung des Eintrittsgeldes hofften.

"Schließlich konnten wir an dem Abend nicht wirklich feiern und 16 Euro sind nicht gerade wenig Geld", so Hagen Nenast, der an diesem Abend Gast auf der Veranstaltung war. Für solche Reaktionen hatte Schicht durchaus Verständnis, meinte aber zugleich, dass eine Erstattung aufgrund des finanziellen Schadens nicht möglich war.

Knapp fünf Monate nach der Bombendrohung ist die Veranstaltung für die meisten Besucher bereits in Vergessenheit geraten und der Polizei fehlt weiterhin jede Spur vom Anrufer aus der Telefonzelle. Den Veranstalter beschäftigt die Thematik jedoch nach wie vor.

"Man denkt oft darüber nach, warum gerade uns so etwas passiert ist und ob es vielleicht bei einer unserer nächsten Veranstaltungen nochmal passieren könnte", sagt Schicht. So kreisen seine Gedanken auch darum, ob es im kommenden Jahr eine Neuauflage des Sommernachtsträume-Festivals geben wird. Schließlich habe man sich diese Veranstaltung über Jahre hinweg mühsam aufgebaut. Doch die Angst vor einem erneuten Fiasko ist groß.

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