Laut Gesetz beträgt der maximal zulässige Tagesmittelwert für die Feinstaubbelastung 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Diese Marke darf laut EU-Richtlinie an höchstens 35 Tagen pro Jahr übertroffen werden. Im vergangenen Jahr hatte die Zahl der Überschreitungen noch 23 Tage betragen.
In Leuna befindet sich der einzige Messpunkt des Umweltschutzamtes im Saalekreis. Aufgrund des Standortes wird er in der Behörde als industriebezogene Station geführt.
Die dickste Luft herrschte in diesem Jahr in der Paracelsusstraße in Halle. An der Messstation wurden 31 Überschreitungen gemessen und damit so viele wie an keiner anderen der landesweit 26 Messstellen. "Bis Jahresende ist davon auszugehen, dass nirgendwo mehr als die zugelassenen 35 Tage zusammenkommen", hieß es vom Lau. Jedoch sei in der Silvesternacht durch Böller mit erhöhten Feinstaubwerten zu rechnen.
Feinstaub wird vor allem beim Betrieb von Verbrennungsmotoren freigesetzt. Die Partikel gelten als krebserregend. 2011 war der 35-Tage-Grenzwert noch in Halle, Magdeburg, Wittenberg und Halberstadt überschritten worden. 2012 habe es weniger Wetterlagen mit ungünstigen Luftaustausch-Bedingungen gegeben, so das Lau.
Die sinkende Belastung in Halle und in Magdeburg sei zudem auf die Einführung der Umweltzonen zurückzuführen. Dort dürfen nur schadstoffarme Fahrzeuge einfahren.