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Saalekreis: Auf Umwegen zum Traumberuf Fleischer

Uhr | Aktualisiert 30.12.2012 18:59 Uhr
Marcel Schreiber (rechts) ist stolzer Jungunternehmer. Zum Team seiner Geiseltaler Hoffleischerei gehören Annett Schimpf und Henrik Schilke. (FOTO: WÖLK) 
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Fleischer ist immer der Traumberuf von Marcel Schreiber gewesen. Nach einigen Umwegen und einer Lehre zum Maurer hat ihn der Langeneichstädter jetzt verwirklicht und sich in seinem Heimatort mit der Geiseltaler Hoffleischerei & Party-Service diesen Monat selbstständig gemacht.
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LANGENEICHSTÄDT/MZ. 

Seit vielen Jahren wird der 34-Jährige in der Region schon angefragt, wenn es um Hausschlachtungen geht. Das machte ihm letztlich Mut, eine alte Scheune auf dem Familiengrundstück in der Friedensstraße umzubauen und sich auf eigene Füße zu stellen. Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis die Verkaufs- und Produktionsräume fertig waren. Vieles erledigte der Chef dabei selbst. "Wozu hat man schließlich eine handwerkliche Ausbildung?", lacht er.

Die Schweine und Rinder, die Marcel Schreiber verarbeitet, kommen hauptsächlich aus den eigenen Ställen. Freilich wäre es für ihn schwer, sich jetzt auch noch um die Tiere zu kümmern. Hier könne er aber auf seine Familie setzen, die hinter ihm stehe, sagt der Langeneichstädter.

Nur wenige Schweine kauft er derzeit in Mücheln zu. Beim Schlachten immer montags und mittwochs geht ihm dann Geselle Henrik Schilke zur Hand. Fleisch und Wurst an den Mann oder die Frau zu bringen ist die Aufgabe von Verkäuferin Annett Schimpf.

Schon kurz nach der Eröffnung haben die Kunden offenbar bestimmte Vorlieben: "Die Leberwurst ist der Renner", weiß der 34-Jährige, der übrigens immer noch Hausschlachtungen übernimmt. Auch dienstags, wenn es Wurstsuppe gebe, könne er sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Einen Wunsch aber möchte sich Marcel Schreiber noch erfüllen: Wenn er Mitte nächsten Jahres die Meisterschule hoffentlich erfolgreich beendet, will er einen eigenen Lehrling einstellen.

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