Drei Männer - zur Tatzeit 20, 23 und 54 Jahre alt - sollen den Wirt angegriffen und in Anspielung auf die Morde der Zwickauer Terrorzelle bedroht haben. Einen Verhandlungstermin gibt es aber noch nicht, sagte Staatsanwalt Klaus Wiechmann der MZ.
Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Unter anderem kam Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) demonstrativ zum Mittagessen in den Imbiss. Der Innenminister hatte die Ermittlungen zur Chefsache erklärt, auch weil Polizisten vorgeworfen worden war, den Vorfall nicht ernst genug genommen zu haben.
Die Betreiber des Döner-Imbisses haben längst das Handtuch geworfen. Im April gaben sie ihre Gastronomie in Mücheln auf. Die Kunden seien ausgeblieben, hieß es zur Begründung. Was sich am 25. Februar tatsächlich abgespielt hat, soll nun das Jugendschöffengericht feststellen. Da einer der mutmaßlichen Täter im Februar noch 20 Jahre alt gewesen ist, ist diese Kammer zuständig. Die Situation hatte sich seinerzeit zugespitzt, als Gäste rauchen wollten und der Wirt einschritt.
Die Beschuldigten sind polizeibekannt und schön öfters mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Verantworten müssen sie sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Bedrohung. „Auch die fremdenfeindlichen Äußerungen sind Gegenstand der Anklage“, sagte Staatsanwalt Wiechmann.