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Merseburg: Teure Spikes schützen Busbahnhof vor Tauben

Uhr | Aktualisiert 26.11.2012 21:58 Uhr
Guido Lukesch bei der Ausrichtung der Tauben-Spikes. Wegen der Verschmutzung musste die Stadtverwaltung nun an dem vor weniger als einem Jahr eingeweihten Busbahnhof in Merseburg nachbessern. (FOTO: PETER WÖLK) 
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Noch nicht einmal ein Jahr nach Einweihung des Merseburger Busbahnhofs ist an dem zentralen Bauwerk eine teure Nachrüstung fällig geworden. Am Wochenende haben Mitarbeiter der Stadt so genannte Tauben-Spikes unterhalb des Daches angebracht.
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Merseburg/MZ. 

Sie sind nur wenige Zentimeter lang, sollen aber dennoch ihre Wirkung zeigen: Die Rede ist von den so genannten Tauben-Spikes, auf einer Länge von 300 Metern aneinandergereihte Gitterstäbe, die Tauben künftig vom Merseburger Busbahnhof fernhalten sollen.

Am Wochenende wurde das Abwehrbollwerk von Mitarbeitern der Stadt an der Dachkante des Bahnhofs installiert, um die Anlage vom immer mehr werdenden Taubendreck zu befreien.

Doch nun fragen sich die ersten, wieso die 2 000 Euro teuren Stäbe erst jetzt an dem vor weniger als einem Jahr eingeweihten Busterminal installiert wurden. Hätte man das Tauben-Problem nicht schon während der Planungen ins Haus flattern sehen können? Immerhin ist eine Taubeninvasion an öffentlichen Plätzen ja keine Seltenheit.

Irrtum, lautete die Antwort am Montag aus dem Rathaus. Die Konstruktion des Dachs (ohne First) sowie die sehr kleinen Zwischenräume hätten keine Veranlassung gegeben, von vornherein die Gitterstäbe gegen Tauben einzurichten. "Das Problem, welches aufgrund der geschilderten Situation ein verlagertes ist, war als solches nicht erkennbar", hieß es.

Umso beklagenswerter erscheint es, dass solch nützliche Vorkehrungen in den Entwürfen der Architekten wohl ebenfalls eine untergeordnete Rolle spielten - dabei hätten sie im konkreten Fall sowohl die Stadt als auch die busfahrenden Bürger zufriedengestellt.

So wurden zuletzt die wartenden Fahrgäste zum Teil Opfer einer Taubendreck-Attacke von oben. Und auch die Stadt beklagte zum einen den unschönen Anblick durch die Hinterlassenschaften auf dem Platz und zum anderen große Mengen Taubenkot im Dachbereich.

Immerhin wurden die ätzenden Spuren der nicht umsonst auch "Ratten der Lüfte" genannten Tauben nicht noch zu einem größeren Ärgernis. Denn laut Angaben der Stadt seien durch den Kot keine Schäden an dem noch nagelneu wirkenden Busbahnhof festgestellt worden.

Nun bleibt erst einmal abzuwarten, ob die Stadt das Tauben-Problem mit den am Dach des Busbahnhofs angebrachten Spikes endgültig gelöst hat. Denn die Vögel haben offenbar noch einen Zweitwohnsitz: Im Internet berichtete am Montag zumindest eine Leserin, wie sie am benachbarten Mehrgeschosser regelmäßig Gefahr läuft, von Unmengen an Tauben-Kot getroffen zu werden. Ihre einzige Chance: rennen!

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