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Merseburg: Stadt geht gegen Tauben-Problem am Bahnhof vor

Uhr | Aktualisiert 25.11.2012 19:03 Uhr
Auf diesen Spitzen wollen bestimmt keine Tauben mehr sitzen. Sie wurden unterm Dach des Busbahnhofs montiert. (FOTO: WÖLK) 
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Der Merseburger Busbahnhof ist wirklich ansehnlich, das finden nicht nur viele Passanten und die dort wartenden Fahrgäste. Gefallen haben an dem noch relativ neuen Wartebereich auch ein paar gefiederte Zeitgenossen gefunden.
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Merseburg/MZ. 

"Seit mehreren Monaten sitzen hier unter dem Dach die Tauben", spricht Guido Luschek ein Problem an, das sich entwickelt hat, seit gleich nebenan an den Bahnsteigen des Bahnhofs eifrig gebaut wird.

"Dort wird seit über einem Jahr gearbeitet", so Luschek, der in der Stadtverwaltung Merseburg für die Straßenbeleuchtung verantwortlich ist. Und das hatte wohl auch Auswirkungen auf das Verhalten der Tauben. Die hatten sich über einen langen Zeitraum an einem alten Wasserturm quasi einquartiert, wo sie kaum jemanden stören konnten.

Seit nun aber direkt neben dem Turm die Bauarbeiten im vollen Gange sind, die nicht gerade geräuscharm über die Bühne gehen, wollen die Vögel partout nicht mehr am Wasserturm wohnen. Stattdessen haben sie den Wartebereich am Busbahnhof als prima Alternative ausgemacht. Ihre Nische hatten die Tauben auf den Stahlträgern unterhalb der Überdachung gefunden. Dort waren sie in Scharen anzutreffen. Und in großer Menge fielen auch die Hinterlassenschaften der Tiere ins Auge. Immer mehr ätzender Taubendreck zierte den Boden, und es soll auch wartende Fahrgäste gegeben haben, die sich erschrocken mit der Hand durch die eigene Haarpracht fuhren.

Seit Samstag hat sich's am Busbahnhof aber ausgegurrt. Dort, wo sich die Tauben bislang tierisch wohlfühlen konnten, ist es nun extrem ungemütlich geworden. "Rund 300 Meter haben wir verbaut", war von Luschek weiterhin zu erfahren, der von so genannten Tauben-Spikes sprach. Der Schutz besteht aus mehreren aneinandergereihten Teilstücken, die mit ungemütlichen Metallspitzen versehen sind. "Damit haben die Tauben keine Möglichkeit mehr, hier zu landen", so Luschek weiter. Noch am Morgen hätten über 100 Tauben auf dem zu der Zeit noch menschenleeren Bereich gesessen. Ob die Tauben nach Abschluss der Arbeiten wieder am Wasserturm Platz finden können, ist Luschek zufolge aber fraglich.

Der denkmalgeschützte Turm, der auch auf Postkarten zu sehen sei, könnte unter Umständen abgerissen werden. "Wenn die Stabilität nicht mehr einwandfrei ist, könnte das notwendig werden", so Guido Luschek.

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