Einer der Hauptkritikpunkte war das Werbekonzept für die Schlossweihnacht. "Wir haben es noch nie geschafft, die Plakate und Flyer rechtzeitig zu haben. Das ist nicht in Ordnung", sagte Michael Langheinrich, Betreiber der Gaststätte "Zur Hölle".
Bothe versprach, dass das Werbekonzept komplett überarbeitet wird. "Wir müssen insgesamt mehr machen - gerade was Tagespresse, Radio und neue Medien angeht", so Bothe. Bei der nächsten Schlossweihnacht solle täglich über eine Aktion auf dem Weihnachtsmarkt informiert werden.
Weiterer Kritikpunkt der Händler war die fehlende Weihnachtsstimmung auf dem Markt. Gerade abends sei zum Teil gar keine Musik gespielt worden. "Manchmal erinnerten die Lieder dann auch mehr an einen Trauermarsch", kritisierte Henryk Huffziger, Besitzer der Gaststätte "Zur Sülze". Auch die eigene Dekoration wurde hinterfragt. "An einigen Ständen war noch nicht mal ein Tannenzweig angebracht", sagte ein Händler.
Einig waren sich alle, dass in diesem Jahr weniger Stände Glühwein verkaufen sollten. Zudem müsse die Aufteilung überdacht werden. Michael Langheinrich plädierte dafür, dass das große Kinderkarussell wieder auf den Schlosshof rücken müsse. Auch an den langen Öffnungszeiten gab es Kritik. Die Verpflichtung, bis 21 Uhr in der Woche zu öffnen, gehöre abgeschafft. Bothe versprach, dass in diesem Jahr in der Woche andere Zeiten gelten sollen als am Wochenende.
Trotz aller Kritikpunkte: Einigkeit bestand, dass das Schloss der ideale Platz für den Weihnachtsmarkt sei. Und so beendete Bothe die Veranstaltung beinah pathetisch: "Merseburg und Weihnachtsmarkt - das Thema ist mein Begleiter seit 25 Jahren."