Mit einer Mahnaktion möchte die Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis gemeinsam mit den demokratischen Parteien am kommenden Mittwoch, 30. Januar, an die Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 erinnern und die politischen Folgen daraus ins Gedächtnis rufen. Dazu wird um 15 Uhr an den Stolperstein auf dem Merseburger Entenplan eingeladen, teilte Peter Wetzel von der Geschichtswerkstatt mit.
Ein hallescher Historiker werde über den Tag vor 80 Jahren berichten. Dazu recherchiere man seit Tagen im Stadtarchiv zu der Frage, wie sich damals sofort auch in Merseburg die politische Situation veränderte und die demokratischen Parteien verboten wurden. Gleichzeitig wolle man an den Holocausttag am 27. Januar erinnern, aber auch die gefährlichen Tendenzen der Gegenwart wie den Rechtsextremismus nicht außer Acht lassen, so Wetzel weiter.
Politiker der SPD und der Linken hätten bereits ihre Teilnahme zugesagt, mit weiteren Organisationen und Parteien sei man in Kontakt. Die Uhrzeit der Aktion sei bewusst so gewählt worden, um zum Beispiel auch Pädagogen und Schülern die Teilnahme zu ermöglichen, war zu erfahren.