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Kraftwerk Schkopau: Trillern für 6,5 Prozent mehr Lohn

Uhr | Aktualisiert 14.01.2013 20:02 Uhr
Einstündiger Warnstreik für mehr Lohn in Schkopau (FOTO: PETER WÖLK) 
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Fahnen, Trillerpfeifen und Transparente vor dem Kraftwerk Schkopau. So sieht es aus, wenn die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) zum Warnstreik aufruft. Am Montag demonstrierten etwa 60 Beschäftigte der Eon-Kraftwerke Schkopau und Kirchmöser (Brandenburg) eine Stunde lang vor dem Werkstor für 6,5 Prozent mehr Lohn.
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Schkopau/MZ. 

"Die Ertragslage der Unternehmen erlaubt eine deutliche Anhebung der Gehälter", sagte IG BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden.

Der derzeitige Eon-Haustarifvertrag für die 38.000 Beschäftigten, darunter die 180 am Standort Schkopau, ist zum 31. Dezember des vergangenen Jahres gekündigt worden. Vor dem dritten Verhandlungstermin am Dienstag in Hannover will die Gewerkschaft noch einmal Druck auf das Unternehmen ausüben. Bisher hat Eon 1,1 Prozent mehr Lohn angeboten. "Das ist inakzeptabel und unzumutbar", sagte Danny Mertens, Gewerkschaftssekretär im Bezirk Halle-Magdeburg. Diese Erhöhung reiche noch nicht einmal für einen Inflationsausgleich. "Sollte Eon kein verhandlungsfähiges Angebot machen, werden wir über einen richtigen Streik abstimmen", drohte Mertens. Neben der Lohnerhöhung fordert die Gewerkschaft die Übernahme der Auszubildenden für mindestens zwölf Monate. Zudem sollen die Vorruhestandsregelungen beim derzeitigen Stellenabbau beibehalten werden.

Eon selbst wollte sich nicht konkret zu den Verhandlungen äußern. "Wir werden reden und versuchen, ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen", sagte Sprecher Georg Oppermann. Allerdings müsse in den Verhandlungen auch die derzeit schwierige wirtschaftliche Situation berücksichtigt werden. "Drohungen brauchen wir da ganz sicher nicht", sagte Oppermann zur Streikankündigung der IG BCE, falls die Verhandlungen scheitern sollten.

Wenn es zu einem unbefristeten Streik komme, dann sei die Energieversorgung für Merseburg und Umgebung nicht gefährdet, versicherte Gewerkschaftssekretär Mertens. "Wir werden dann eine Notdienstvereinbarung treffen", sagte er. Möglich wären Streiks beispielsweise bei der Instandhaltung, den Service-Centern oder in den Büros.

Ob in Schkopau im Fall der Fälle die Arbeit niedergelegt wird, dazu wollte Mertens keine Angaben machen. "Das entscheidet dann die Streikleitung."

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