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Festival Bürgercampus: Gemeinsam für eine Vision in Merseburg

Uhr | Aktualisiert 28.01.2013 21:10 Uhr
Die Köpfe hinter dem Merseburger Bürgercampus: Anne Kettwig, Denny Krauthausen, Elina Wolf und Toni Reißner (v.l.n.r.).   (BILD: PETER WÖLK)
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Das jährliche Festival Bürgercampus will Hochschule und Stadt einander näher bringen. Nach nur zwei Jahren hat sich das kulturelle Projekt voll etabliert.
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Merseburg/MZ. 

Am Anfang war er nur eine kühne Idee ohne klares Konzept, dafür aber mit einem festen Ziel. Mittlerweile ist der Merseburger Bürgercampus eine wichtige Institution - er ist eine Bereicherung für das Kulturangebot in der Domstadt geworden.

Im Rahmen des Kulturgesprächs im Jahr 2010 hatte sich die damalige Studentin Franziska Kalkbrenner überlegt, mit dem Festival Hochschule und Stadt näher zueinanderzubringen. "Unter dem Titel 'Festival selbstgemacht' fand die Idee damals so großen Anklang, dass noch vor Ort ein Termin für das nächste Treffen zur Organisation ausgemacht werden musste", erinnert sich Anne Kettwig, die Kalkbrenners Rolle als Organisatorin zwischenzeitlich geerbt hat.

Bürger, Vereine, die Stadtverwaltung und die Hochschule haben sich in der Folge eifrig beteiligt, als es darum ging, innerhalb weniger Wochen ein Fest für die ganze Stadt auf die Beine zu stellen. "Es war darauf angelegt, dass wirklich alle ihre Vorstellungen von Festival einbringen, und ein Team alles Machbare herausfiltert und organisiert", erklärt Kettwig. Die Mobilisierung war ein voller Erfolg, so dass dann im Sommer Seifenkisten durch die Straßen zischten, Lesungen stattfanden und auch der Bahnhof zum Tummelplatz für "Festivalbesucher" wurde.

Die Veranstaltung wurde gar ein so großer Erfolg, dass sie wiederholt werden sollte. Im November vergangenen Jahres konzentrierten sich die Veranstalter mit dem Areal rund um die Tiefen Keller auf einen neuen Festivalort. Lesungen, Spaziergänge und Ausstellungen standen diesmal auf dem Programm. "Ein Ziel des Bürgercampus ist es ja auch, vergessene Orte in den Mittelpunkt zu rücken - und das ist uns im November richtig gut gelungen", glaubt Kettwig. "Und wir haben die Menschen wieder sich selbst verwirklichen lassen." Allerdings, so die Studentin, könnte der Anteil der Studenten bei der Organisation künftig zunehmen. Lediglich ein Viertel der Vorbereitungen für das eigentlich studentische Projekte kamen zuletzt tatsächlich vom Campus.

Zur Optimierung des gesamten Konzepts könnten nun auch Erkenntnisse aus der Abschlussarbeit Kettwigs dienen, die sich mit dem Festival wissenschaftlich auseinandergesetzt hat. Dabei hat sich herausgestellt, dass derzeit noch zu wenige Jugendliche in den Bürgercampus involviert sind. "Meine These ist, dass wir Jugendliche im Publikum hinzugewinnen, wenn wir sie auch schon bei der Organisation mit einbinden", sagt Anne Kettwig. "Allerdings fiel es uns bislang schwer, sie zu aktivieren."

Lösungsansätze aus der Arbeit sollen nun schon bei der dritten Auflage des Festivals am 25. Mai erprobt werden. Dazu hat Kettwig den Staffelstab an Denny Krauthausen, Elina Wolf und Toni Reißner weitergereicht. "Wir überlegen Halfpipes aufzubauen und haben auch einen Bandwettbewerb im Blick, um Jüngeren mehr zu bieten", sagt Krauthausen. Auch eine Chillout-Zone am Saaleufer, ein Geschichtswettbewerb und ein Zeitstrahl zum 825. Geburtstag des Neumarktes seien geplant.

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