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Bauernmuseum: Damwild soll nach Querfurt umgesiedelt werden

Uhr | Aktualisiert 16.01.2013 21:05 Uhr
Sie sollen nach Querfurt umziehen ins Bauernmuseum. (FOTO: WÖLK) 
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Den Damhirschen im Gehege von Rudolf Trautmann in Farnstädt geht es gut. Vor ein paar Tagen sollten die Tiere umgesiedelt werden. Doch als der Querfurter Tierarzt Gunnar Schwarz auftauchte, nahmen die Hirschkühe mit ihren Kindern Reißaus.
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farnstädt/MZ. 

Den Damhirschen im Gehege von Rudolf Trautmann in Farnstädt geht es gut. Vor ein paar Tagen sollten die Tiere, die der 82-jährige Trautmann nicht mehr selber versorgen kann, umgesiedelt werden. Doch als der Querfurter Tierarzt Gunnar Schwarz mit Betäubungsgewehr und Blasrohr auftauchte, nahmen die Hirschkühe mit ihren Kindern Reißaus. Die Retter um Doreen Dittrich, die derzeit in der Querfurter Stadtinfo arbeitet und Querfurts Hauptamtsleiter Torsten Pohl, mussten samt Feuerwehrkameraden wieder abziehen. Gunnar Schwarz hatte geraten, die Tiere eine Zeit lang anzufüttern in einer Ecke des Geheges. Das haben auch die Experten aus dem Forstbetrieb bestätigt.

"Wir gehen jetzt täglich füttern. Es gibt immer nur kleine Portionen und ganz in der Nähe des Zaunes", berichtete am Mittwoch Doreen Dittrich auf Nachfrage der MZ. Es gebe jetzt so viele Leute, die mithelfen, das Futter zusammen zu bekommen. Da werde altes Brot gesammelt, es gebe Möhren und anderes Gemüse. Leider habe der bisherige Besitzer auch noch an einer anderen Stelle gefüttert. "Aber wir geben nicht auf. Unsere Portionen waren immer schön aufgefressen. Und als wir zu viert da waren, sind die Hirsche auch nicht ausgerissen sondern sind ganz nahe am Zaun geblieben", freute sich Doreen Dittrich. Jetzt bei Schnee und Frost finden die Tiere ja auch kaum etwas zum Äsen, sind auf das Zufüttern angewiesen. Das erleichtert die ganze Sache. "Aber die Tränke friert natürlich auch zu. Da müssen wir immer dafür sorgen, dass das Eis darauf verschwindet", erzählt die Tierretterin weiter.

Nun haben die Helfer auch das Tor zu dem kleinen Gehege repariert und geöffnet, in dem der Tierarzt die Hirsche gerne hätte, um sie zu sedieren.

Auf der Burg ist alles vorbereitet für den Empfang der neuen Bewohner des Bauernmuseums. Dank des Einsatzes und der Hilfsbereitschaft vieler Querfurter sollen sie hier künftig die Besucher und vor allem die Kinder erfreuen und eine neue Attraktion sein.

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