Nach dem tödlichen Unfall auf der B 91 in Merseburg haben am frühen Montagmorgen an der betreffenden Kreuzung Verkehrshelfer ihren Dienst aufgenommen. Ausgerüstet mit Warnwesten und einer Kelle stoppten sie während der Grünphase für Fußgänger noch zusätzlich die abbiegenden Autos. Wie Polizeisprecher Jürgen Müller bereits im Vorfeld sagte, soll die Aktion den verunsicherten Fußgängern nach dem tragischen Unglück wieder mehr Vertrauen in die Verkehrssicherheit geben. Die Helfer werden in den zwei verbleibenden Wochen bis zu den Herbstferien jeweils morgens an der Kreuzung im Einsatz sein.
Am vergangenen Mittwoch hatte sich an der Kreuzung zur August-Bebel-Straße ein schwerer Unfall ereignet. Aus noch nicht geklärter Ursache hatte ein 19 Jahre alter Autofahrer ein zehnjähriges Mädchen erfasst und lebensgefährlich verletzt. In der Nacht zum Donnerstag erlag das Kind dann seinen Verletzungen im Klinikum Kröllwitz in Halle.
Der Unfall hat ganz Merseburg in tiefe Trauer versetzt. Seit vergangener Woche haben unzählige Menschen am Unfallort auf mehreren Metern Länge Blumen, Kerzen und Plüschtiere im Gedenken an das verstorbene Mädchen abgelegt. Auch auf der Facebook-Seite der MZ sprachen mehrere hundert User den Angehörigen ihr Beileid aus.
Inmitten des Lichtermeers ist seit dem Wochenende auch ein angeblicher Gruß der Angehörigen zu lesen. "Wir danken allen, die uns in unseren schwersten Stunden auf diese Art ihren Trost zukommen lassen", ist neben einem Gedenkspruch auf dem schwarz gerahmten Zettel zu lesen.