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Ausstellung: Von Domherren und Husaren

Uhr | Aktualisiert 19.08.2010 22:54 Uhr
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In der Neuauflage der Schau "Adel im Merseburger Land" steht ab Sonntag die Franklebener Familie von Bose im Mittelpunkt.
FRANKLEBEN/MZ. 

Schloss und Rittergut von Frankleben befanden sich von 1326 bis 1945 ununterbrochen im Besitz der Familie von Bose. Über ihre Mitglieder muss es also viel zu erzählen geben. Das ist eine der Aufgaben, die sich der Bad Dürrenberger Heimatforscher Rolf Walker für eine Neuauflage seiner Ausstellung "Adel im Merseburger Land" gestellt hat. Sie wird diesen Sonntag, 22. August, 14 Uhr, im Schloss Frankleben eröffnet.

Besucher können dabei unter anderem erfahren, dass ein von Bose der letzte Regimentskommandeur der legendären "Blauen Husaren" von Merseburg war, bevor sie sich 1918 auflösten. Oder dass ein anderer von Bose 1813 vor der Völkerschlacht bei Leipzig den Übergang über die Elbe für die Preußen ermöglichte. Deshalb scheute der Initiator der Schau auch keine Mühe, extra Nachbildungen der Fahne der Husaren und jenes preußischen Regiments von 1813 aufzuspüren, damit sie in Frankleben besichtigt werden können.

Das "Domherrenzimmer" wiederum erinnert daran, dass etliche männliche Sprösslinge der Familie von Bose Merseburger Domherren waren. Beleg dafür sind ihre Wappen, die man heute noch auf den Aufschwörtafeln im Dom-Schloss-Ensemble in Merseburg findet und die Rolf Walker akribisch erforschte. "Ich war aber nicht der erste, der sich mit dieser Familiengeschichte intensiv beschäftigte", verweist der Heimatfreund etwa auf Julius Albert Otto Küstermann. Der lebte von 1837 bis 1913 in Merseburg, war Pfarrer und Heimatforscher.

Auch über ihn gibt es in der aktualisierten Ausstellung mehrere Tafeln mit Daten, Fakten und Fotos. Gleiches gilt übrigens für die Familie von Helldorff, die in Mücheln lange Zeit das Wasserschloss bewohnte. Oder die Familie von Werder aus Merseburg, die ebenfalls in den Genuss kam, zu den Domherren zählen zu dürfen.

Wer nach dem Rundgang durch die teils sanierten Räume mit den zahlreichen Ausstellungsstücken alles zu Hause noch einmal in Ruhe nachlesen möchte, sollte sich eine der ausliegenden Broschüren mitnehmen. Sie kostet vier Euro. Genau wie die Schau lautet ihr Titel "Adel im Merseburger Land". Natürlich ist ebenfalls Rolf Walker der Autor.

Bereits 2009 hatte der leidenschaftliche Hobbyhistoriker im Borlachturm seiner Heimatstadt seine Erkenntnisse zu alten Adelsgeschlechtern erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Resonanz war so groß, dass der Senior daraufhin beschloss, die Schau weiter auszubauen.

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