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Vockerode: Nicht der große Wurf

Uhr | Aktualisiert 27.12.2012 19:52 Uhr
Michael Hübner (FOTO: MZ) 
Michael Hübner hofft, dass sich die Bedingungen für Asylbewerber im Landkreis Wittenberg weiter verbessern werden.
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Ein Anfang ist gemacht: Die Lebensbedingungen für die Asylbewerber im Landkreis Wittenberg haben sich mit dem Umzug von Möhlau nach Vockerode deutlich verbessert. Doch der große Wurf ist immer noch nicht gelungen. Die Flüchtlinge werden sich weiter isoliert fühlen. Das kann sich nur ändern, wenn die Asylbewerber endlich besser als bisher integriert werden.

Es kommt der Verdacht auf, dass dies die Verantwortlichen gar nicht wollten. Der Grund ist simpel: Vielen Flüchtlingen droht die Abschiebung. Doch das ist eine billige Ausrede und darf nicht als Alibi für das Nichtstun herhalten.

Schließlich dauert ein Asylverfahren oft Ewigkeiten - in einem Fall schon 15 Jahre. Diese Menschen haben das Recht, vom gesellschaftlichen Leben nicht ausgeschlossen zu werden. Bei einer dezentralen Unterbringung sind sie mittendrin im Leben. Auch deswegen bleibt der Kreis Wittenberg, der eine entsprechende Empfehlung des Landesverwaltungsamtes ignoriert hat, weiter in der Pflicht.

Verstärkte Deutschkurse direkt in Vockerode anzubieten - so wie es die Flüchtlingsinitiative fordert - wäre deshalb ein nächster Schritt in die richtige Richtung.

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