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Steinbrücks Steuerpläne: Der Griff nach dem Geld

Uhr | Aktualisiert 14.07.2008 21:50 Uhr
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Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) ist nicht nur für die Staatskasse zuständig. Er übt auch noch eine Nebentätigkeit aus: Steinbrück ist SPD-Vizechef. Diese Funktion veranlasst ihn dann und wann, etwas in Richtung sozialdemokratischer Funktionärsgalerie zu sagen.
Halle/MZ. 

Und weil da inzwischen recht viele Anhänger des linken Flügels in der ersten Reihe sitzen, bringt der oberste Kassenwart auch mal solche Botschaften in Umlauf, die dort besonders gern gehört werden - wie zum Beispiel: Steuern rauf bei den "Besserverdienern".

Nun wüsste mancher gern, bei welchem Einkommen nach Ansicht Steinbrücks das "Besserverdienen" anfängt. Und wie viel Geld denen zusätzlich abgezwackt werden soll. Steinbrück bleibt die Antwort darauf aber schuldig. Interessant ist, dass die obersten zehn Prozent der Einkommensbezieher laut Finanzministerium bereits über 50 Prozent der gesamten Steuerlast tragen.

Umfragen zeigen, dass sich gut 90 Prozent der Bevölkerung nicht zu den "Besserverdienern" rechnen. Offenbar sollen sie sich der Erwartung hingeben, sie seien von Steinbrücks Gedankenspielereien gar nicht betroffen. Doch die Erfahrung lehrt, dass diese Hoffnung trügt.

Kontakt zum Autor: Jochen Loreck

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