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Peer Steinbrück: Eigentor

Uhr | Aktualisiert 30.12.2012 22:49 Uhr
Sibylle Quenett (FOTO: MZ) 
Sybille Quenett wundert sich, dass der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück so ungeschickt über Geld redet.
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Peer Steinbrück ist ein gebildeter und kluger Mann. Aber als Kanzlerkandidat der SPD beweist er bislang ein bemerkenswertes Ungeschick, die richtigen Worte zu finden. Seine Bemerkung, dass ein Kanzler oder eine Kanzlerin in Deutschland zu wenig verdiene, lässt weitere Zweifel daran wachsen, ob die SPD mit ihm in der Erfolgsspur ist.

Die Amtsinhaber sind angesichts ihrer Verantwortung sicherlich nicht überbezahlt, aber klar ist, dass sie auch in Zukunft zu den Spitzenverdienern in diesem Land zählen. Wer dieses Amt anstrebt, muss die Frage beantworten, wie es dem Land künftig besser gehen kann. Gestaltungswille und Verantwortungsbewusstsein müssen im Vordergrund stehen, nicht der Blick auf das eigene Bankkonto. Daran sollte ausgerechnet ein SPD-Kandidat keinen Zweifel wecken.

Neun Monate vor der Bundestagswahl hat Steinbrück ein weiteres Eigentor geschossen. Sein Anspruch über die Kluft zwischen Arm und Reich zu sprechen, wirkt angesichts solcher Fehler immer unglaubwürdiger. Union, FDP und Linke können sich jede Polemik sparen. Wenn er so weitermacht, erledigt sich Steinbrücks Kandidatur fast schon von allein.

Kontakt zur Autorin:Sibylle Quenett

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