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Kunststiftung: Alles auf Anfang

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Christian Eger

Christian Eger (FOTO: MZ)

Christian Eger meint, dass der Direktorenposten der Kunststiftung des Landes neu ausgeschrieben werden muss.

Die nachhaltigen Zweifel des Landesrechnungshofes an der Korrektheit des Verfahrens zur Besetzung des Direktorenpostens der 2005 gegründeten Kunststiftung sind sachlich berechtigt, juristisch relevant und politisch brisant.

Brisant im Hinblick auf die Besetzung einflussreicher und gut dotierter Landesposten, die nachvollziehbar und zweifelsfrei zu geschehen hat. Juristisch relevant im Hinblick auf die Gleichbehandlung aller von einer Ausschreibung anzusprechenden Interessenten. Absolventen von Fachschulen waren hier nicht geladen worden.

Gefordert war ein "abgeschlossenes wissenschaftliches oder künstlerisches Hochschulstudium". Sowohl die Humboldt-Universität als auch der Berliner Senat sprechen der heutigen Direktorin diese Qualifikation ab. Darüber darf man sich in Magdeburg nicht hinwegsetzen.

Man sollte es auch nicht. Um die Reputation der jungen Stiftung nicht zu beschädigen. Und auch nicht den Ruf des Kultusministeriums, das dem Verdacht willkürlicher Entscheidungen ausgesetzt ist.

Was tun? Die Mängel des Verfahrens sind augenfällig und am einfachsten so zu korrigieren: Der Direktorenposten muss neu ausgeschrieben werden. Kultur

Kontakt zum Autor: Christian Eger

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