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Kommentar zu Haseloffs Plänen: Zugpferde

Uhr | Aktualisiert 27.02.2013 00:24 Uhr
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Hans-Jürgen Greye

Hans-Jürgen Greye  (BILD: MZ)

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Hans-Jürgen Greye freut sich auf die vielen neuen Ideen der Landesregierung zur Unterstützung der drei kreisfreien Städte.

Da werden die drei Oberbürgermeister die Ohren spitzen. Sachsen-Anhalts Landesregierung will Halle, Magdeburg und Dessau-Roßlau zu Zugpferden des Landes machen. Sagt Regierungschef Reiner Haseloff. Mehr sagt er nicht.

Immerhin: Die Zeichen der Zeit sind erkannt. Es hätte gewiss nicht einer weiteren Studie bedurft, um zu erfahren, dass Länder vor allem mit der Kraft ihrer Zentren wuchern müssen. Für den demografischen Problemfall Sachsen-Anhalt gilt das noch mehr als anderen Orts.

Deshalb wird es jetzt spannend. Denn von der Erkenntnis zur Tat ist es oft kein leichter Weg. Zumal die drei besten Pferde im Stall sehr unterschiedlich im Futter stehen. Magdeburg lebt zunehmend von seiner Rolle als Landeshauptstadt. Halle hängt am Spartropf und sucht noch immer seinen Platz in Leipzigs Nachbarschaft. Dessau-Roßlau aber schrumpft und schrumpft und schrumpft . . .

Es braucht also maßgeschneiderte Lösungen, um die Zentren zu stärken. Ansonsten gerät die Absicht, sie vor den Karren zu spannen, zum Fiasko. Das Kabinett hat sich mit Haseloffs Ankündigung in die Pflicht genommen, ein Feuerwerk an Ideen zu entfachen. Freuen wir uns darauf. Den Autor erreichen Sie unter: hans-juergen.greye@mz-web.de

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