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Fußball-EM 2020: Eine Revolution

Uhr | Aktualisiert 25.01.2013 23:29 Uhr

Karl Ebert (FOTO: MZ)

Karl Ebert glaubt, dass eine Fußball-Europameisterschaft in vielen Ländern durchaus eine Zukunft haben kann.
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Michel Platini tut, was er sagt. Ganz im Gegensatz zu seinem Schweizer-Weltverbandskollegen Sepp Blatter, der an überalterten Regelwerken und bei der Vergabe von WM-Turnieren stur am Rotations-Prinzip festhält, geht der Uefa-Boss auch neue Wege.

Er macht das nicht das erste Mal. Seiner Ankündigung, schlecht wirtschaftende Klubs aus den europäischen Wettbewerben zu verbannen, folgte im Dezember letzten Jahres der Ausschluss des spanischen Vereins FC Malaga. Und nun setzt Platini auch seine Idee von einer Europameisterschafts-Endrunde in möglichst vielen Ländern um. Eine Revolution.

Sein Plan hat Zukunft. Mit einer EM-Endrunde in 13 Ländern entfacht er die Euphorie für die Sportart über den gesamten Kontinent. Kein Land muss künftig mehr Milliarden von Euro in die Hand nehmen, um neue Stadien aus dem Boden zu stampfen, von denen nach dem Turnier viele nicht mehr ausgelastet sein werden.

Und Platini schiebt auch der Manipulation einen Riegel vor. Denn die berühmten Einladungen und Geschenke, mit denen Mitglieder der Exekutive kurz vor der Vergabe eines Turniers geschmiert wurden, gehören der Vergangenheit an.

Kontakt zum Autor: Karl Ebert

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