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Duales Studium: Zettelwirtschaft

Uhr | Aktualisiert 29.01.2013 22:04 Uhr

Kai Gauselmann (FOTO: MZ)

Kai Gauselmann hält das duale Studium für eine gute Sache, vermisst aber eine Strategie des Landes zur Wirtschaftsförderung.
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Mehr junge Leute sollen in Sachsen-Anhalt studieren und in einem Betrieb arbeiten - das ist eine gute Sache. Die Firmen können sich qualifizierten Nachwuchs sichern. Die Studenten müssen sich nach dem Abschluss keinen Arbeitgeber suchen, sie haben schon einen.

Allerdings gibt es Zweifel, ob sich die Zahl der Dual-Studenten verzehnfachen lässt, wie Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) kühn skizzierte. Überdies ist es an der Zeit, dass Wolff eine Gesamtstrategie zur Wirtschaftsförderung vorlegt. Bausteine wie das duale Studium oder Transfergutscheine für Studenten, die ihre Abschlussarbeit in Kooperation mit Firmen schreiben, klingen jeweils gut. Doch passen sie zusammen? Welche Effekte bringen sie wann?

Eine engere Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft ist richtig. Zuletzt weckten aber schlechte Nachrichten über Firmen in Not - nicht nur in der Solarbranche - Zweifel an der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Da wäre es eine vertrauensbildende Maßnahme, wenn die Regierung zeigen würde, dass sie bei der Wirtschaftsförderung ein Konzept aus aufeinander abgestimmten Maßnahmen hat. Und nicht nur eine lose Blattsammlung.

Kontakt zum Autor: Kai Gauselmann

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