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Beamte: Einladung zum Abschied

Uhr | Aktualisiert 01.02.2013 22:13 Uhr
Sibylle Quenett (FOTO: MZ) 
Sibylle Quenett hält nichts davon, dass Beamte ihre Pensionsansprüche beim Wechsel in die freie Wirtschaft behalten.
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Der öffentliche Dienst sucht Nachwuchs. Das hat er mit vielen anderen Arbeitgebern gemeinsam. Die Konkurrenz um die besten Köpfe hat begonnen. Deshalb ist es richtig, wenn sich die Bundesregierung darüber Gedanken macht, wie auch künftig gute Leute als Beamte zu rekrutieren, vor allem jedoch auch zu halten sind.

In die falsche Richtung geht allerdings der Vorschlag, Beamten den Wechsel in die freie Wirtschaft sogar zu erleichtern. Geht es nach Union und FDP, sollen Beamte künftig anders als bisher ihre über Jahre erworbenen Pensionsansprüche weitgehend behalten können. Das kommt einer Einladung zum Abschied schon recht nahe.

Tatsächlich sind Beamtengehälter in Spitzenpositionen oft nicht üppig, wenn man sie mit Löhnen in der Wirtschaft vergleicht. Ein Argument, dennoch beim Staat zu bleiben, ist hingegen neben der Jobsicherheit die deutlich bessere Altersversorgung für Pensionäre.

Wer mehr Durchlässigkeit des Systems erreichen will, sollte deshalb Möglichkeiten schaffen, auch später noch in den Staatsdienst einzutreten, statt risikolos auszuscheiden. Andernfalls werden die Besten gehen, nicht kommen.

Kontakt zur Autorin:Sibylle Quenett

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