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Bauboom: Zwischenhoch

Uhr | Aktualisiert 28.01.2013 13:47 Uhr
Christian Schafmeister. (FOTO: MZ) 
Christian Schafmeister hat Zweifel daran, ob die Baubranche im Land dauerhaft vom aktuellen Boom profitieren wird.
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Für viele Experten ist die Lage eindeutig: Die Menschen sind durch die Eurokrise völlig verunsichert und flüchten sich in Sachwerte, vor allem Immobilien. Was klingt wie eine Notlösung, dürfte sich oft als cleverer Schachzug erweisen. Zum einen haben die niedrigen Zinsen den Hausbau günstig wie lange nicht gemacht. Zum anderen dürfte der Wert von Immobilien, gerade in den großen Städten, weiter steigen. Die Häuslebauer haben also, wie vor Jahren viele Autofahrer bei der Abwrackprämie, einfach die Gunst der Stunde genutzt.

Ob die Baubranche dauerhaft vom Boom profitieren wird, ist jedoch fraglich. Viele Firmen scheinen selber nicht daran zu glauben, wie die eingetrübten Geschäftsaussichten zeigen. Und anders als die Autobranche, die sich nach dem Strohfeuer, das die Abwrackprämie in Deutschland ausgelöst hatte, wieder auf den Export stützen konnte, hat die regionale Baubranche nur den heimischen Markt.

Und da ist die Lage - trotz der Euphorie - durchwachsen. So ist die Zahl öffentlicher Aufträge, etwa von Städten, rückläufig. Und selbst beim Wohnungsbau ging das Wachstum von einer schwachen Basis aus. Da gilt es also noch, ein solides Fundament aufzubauen.

Kontakt zum Autor:Christian Schafmeister

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