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Volleyball: Ein Sieg als Geschenk zum Fest

Uhr | Aktualisiert 21.12.2012 21:57 Uhr

Der CV Mitteldeutschland gewann im Oktober das Liga-Hinspiel gegen Rottenburg mit 3:1. (SYMBOLFOTO: DPA)

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Der CV Mitteldeutschland tritt am Samstag in Rottenburg an. Das Spiel hat einen richtungsweisenden Charakter, denn der CVM will das Jahr 2012 zufriedenstellend ausklingen lassen.
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Spergau/MZ. 

Auf der Homepage des Vereins haben sie schon einmal die Weihnachtsmann-Mützen aufgesetzt. Teilweise sogar mutig abgeändert in der Vereinsfarbe grün statt im gewohnten Rot. Die Volleyballer des CV Mitteldeutschland (CVM) wünschen ihren Fans mit einer Grußkarte im Internet frohe Festtage und ein erfolgreiches Jahr 2013.

Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sie selbst vor den Feiertagen noch ein wichtiges Programm zu absolvieren haben, um das Jahr 2012 zufriedenstellend ausklingen zu lassen.

Am Samstag, zwei Tage vor Heiligabend, wollen sich die Piraten beim Auswärtsspiel in Rottenburg selbst beschenken. Oder müssen, um den eigenen Ansprüchen Herr zu werden.

Leicht wird das nicht. "Das wird eine Nervenschlacht und bei 2 000 Zuschauern kann die Halle dort auch zu einem Hexenkessel werden", sagt Trainer Matthias Münz. Sein Team müsse sich auf ein sehr emotionales Spiel einstellen.

Auch, weil Rottenburgs Trainer Hans-Peter Müller-Angstenberger an der Seitenlinie ordentlich Euphorie und Energie ins Spiel bringt. "Der Trainer ist ja bekannt dafür", sagt Münz mit Blick auf sein Gegenüber.

Wichtiger erster Satz

Doch das darf die Spieler nicht irritieren. Der CVM-Coach will unbedingt einen Sieg sehen. Besonders im Hinblick auf den harten Januar, wenn mit Branchenprimus Friedrichshafen und Meister Berlin starke Gegner warten, müsse die Ausgangslage verbessert werden.

Wie das gelingen kann, weiß Spieler Artur Augustyn: "Wenn wir gut reinkommen, dann gewinnen wir das Spiel." Der erste Satz sei bei einem Auswärtsspiel immer ganz wichtig.

Puffer nach unten

Augustyn zehrt noch von dem Sieg gegen KW-Bestensee am vergangenen Wochenende. Es war der zweite Erfolg in Serie. Die Piraten stehen deshalb auf Platz acht der Tabelle, dem letzten Rang, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. Und sie haben inzwischen einen Sechs-Punkte-Vorsprung nach unten.

"Ich denke, wir haben dort gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind", sagt Augustyn selbstbewusst. Und auch die Einschätzung seines Teamkollegen Florian Völker klingt deutlich entspannter als noch vor einer Woche: "Zumindest der Druck ist jetzt erstmal ein wenig weg."

Das Hinspiel gegen Rottenburg konnten die Spergauer Volleyballer mit 3:1 für sich entscheiden. Doch der Gastgeber steht im Halbfinale des Volleyball-Pokals - und das lässt den Respekt bei den Piraten wachsen.

Dennoch ist die Ausgangslage verlockend: "Wenn wir gewinnen, dann stehen wir über die Feiertage vor Rottenburg in der Tabelle."

Die Diskussionen der letzten Woche, als der Vorstand öffentlich Kritik an der Mannschaft geübt hatte, sind laut Völker zunächst einmal aus der Welt. "Bei der Sitzung letzte Woche wurde alles geklärt", sagt er.

Es sieht also derzeit zumindest ein wenig nach heile Welt beim CVM aus: Mini-Serie von zwei Siegen, Versöhnung zwischen Vorstand und Mannschaft. Fehlt nur noch der Auswärtssieg gegen Rottenburg.

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