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Saale Bulls: Spannendes Jubiläumsspiel gegen Niesky

Uhr | Aktualisiert 16.12.2012 11:34 Uhr

Der Torhüter der Saale Bulls, Dustin Haloschan (r.), muss sich ins Getümmel stürzen, um den Puck zu sichern. (FOTO: STEFAN RÖHRIG)

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Beim 500. Spiel der Saale Bulls erweist sich Niesky als hartnäckiger Kontrahent. Es gibt nur einen knappen Sieg. Ein Spiel mit viel Spannung, das die Saale Bulls gegen überraschend starke Tornados aus Niesky mit 4:2 gewannen.
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Halle (Saale)/MZ. 

Bei den Saale Bulls gab es am Freitag ein Jubiläum zu feiern: das 500. Spiel der Vereinsgeschichte. Und es gab dabei durchaus etwas Neues nach den eindeutigen, oft zweistelligen Ergebnissen der letzten Wochen. Ein Spiel mit viel Spannung, das die Saale Bulls gegen überraschend starke Tornados aus Niesky mit 4:2 gewannen. Die Fans waren dankbar dafür und feierten vor allem die diesmal überragende dritte Reihe um Ervin Masek und Daniel Lupzig. "Masek hilft uns mit all seiner Routine unheimlich viel. Das ist ein echter Qualitätszuwachs", sagte Lupzig nach den umkämpften 60 Minuten.

Für die Spannung im Jubiläumsspiel sorgte vor allem Nieskys Torfrau Ivonne Schröder. Sie hielt wieder einmal, was irgendwie zu halten war. Die Gäste gingen sogar in Führung - in der zwölften Minute durch Marco Noack. Zwölf Sekunden vor der Pause gelang Robin Sochan der schwer erkämpfte Ausgleich - sogar in Unterzahl, als Masek gerade eine Strafe absaß.

Spannend blieb es auch im zweiten Drittel. Daniel Lupzig traf nach 26 Minuten zum 2:1. Die Erlösung kam dann im dritten Drittel. In der 50. Minute nahm Masek Maß. Halle führte 3:1. Es war ein denkwürdiger, generationsübergreifender Treffer. Der 45 Jahre alte Stürmer der Saale Bulls, von den Fans inzwischen liebevoll als "Opa Ervin" gefeiert, bezwang die 24 Jahre Torhüterin der Frauen-Nationalmannschaft. Zwei Minuten später musste Ivonne Schröder dann mit einer Platzwunde vom Eis.

Erneut Masek sorgte dann in der 54. Minute gegen Ersatztorwart Clemens Ritschel für das 4:1 und damit die Entscheidung. Das 4:2 vier Minuten Schluss, erneut durch Noack, tat nicht weh. "Es war ein hartes Stück Arbeit. Vielleicht haben wir Niesky auch etwas unterschätzt", so noch einmal Lupzig.

Am Sonntag geht es dann für die Saale Bulls in die letzte Runde des sportlich umstrittenen Nord-Ost-Pokals bei den Rostock Piranhas (19 Uhr). Mit fünf Siegen und 48 Toren sind die Bulls schon für das Finale im Januar qualifiziert.

In Rostock erwartet die Hallenser wieder nur eine lästige Pflichtaufgabe. "In jeder Trainingseinheit ist mehr Schwung drin. Es fällt schon schwer, die Mannschaft für derartige Spiele zu motivieren", sagte Co-Trainer Uwe Liebetrau.

Er hätte auch sagen können: Die Pokalrunde ist reine Zeitverschwendung. Zumindest mit der in diesem Jahr praktizierten Form. In sechs Vorrundenspielen treten die Ost-Vereine Halle, Leipzig und Erfurt ausschließlich gegen die schwachen Nord-Teams aus Rostock, Adendorf und Timmendorf an. Auch wirtschaftlich bringt dieser Pokal nichts, der Gewinner erhält eine Siegprämie von 1 000 Euro. Die deckt gerade mal die entstehenden Kosten.

Wer vom Eishockey nicht genug bekommen kann: Am Sonntag trifft die zweite Mannschaft der Saale Bulls, 19 Uhr, in der Volksbank-Arena auf Leipzig.

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