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Nachruf: Immer für den Fußball gelebt

Uhr | Aktualisiert 02.09.2009 21:43 Uhr
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Mit dem kürzlich verstorbenen Franz Straube verliert der Sport in Weißenfels ein prägendes Gesicht. Er wurde 89 Jahre alt. Der "Stopper" des SC Fortschritt sowie des VfB Leipzig und DDR-Auswahlspieler war Sinnbild für einen Übersicht und Ruhe bewahrenden, spielintelligenten letzten Mann, der gegnerische Angriffe unterband und zugleich die Mannschaft führen konnte.
WEISSENFELS/MZ/STR. 

Die Leitfigur des Weißenfelser Fußballs hatte seit 1950 mit ihren sportlichen Leistungen und persönlichen Führungsqualitäten entscheidend dazu beigetragen, dass die Weißenfelser in der höchsten Spielklasse der DDR über Jahre hinweg vertreten waren.

Geboren am 9. Mai 1920 in Obergreißlau wurde er Zuschneider in einer Weißenfelser Schuhfabrik und verbrachte seine Fußball-Jugend bei Teutonia Langendorf. Neben dem Training arbeitete er stundenlang allein daran, seine Kondition und seine Ballbehandlung zu verbessern. Das führte ihn letztlich zum VfB Leipzig. Obwohl der

2. Weltkrieg seine besten Jahre und die Gesundheit kostete, führte ihn der Weg nach seiner Rückkehr aus einer zweijährigen Gefangenschaft 1947 gleich wieder zum Fußballplatz der SG Langendorf. 1959 beendete er mit 39 Jahren seine aktive Laufbahn, qualifizierte sich zum Sportlehrer und betreute seither vor allem den Nachwuchs.