Vorlesen

Hallescher FC: HFC reicht Drittliga-Lizenz fristgerecht beim DFB ein

Uhr | Aktualisiert 02.03.2010 22:53 Uhr
Drucken per Mail
Die Geschäftsstelle des HFC

Eine Flucht wird es nicht, wie es das Schild vor der HFC-Geschäftsstelle vermuten lässt. Doch der Verein muss für die Zeit des Stadionumbaus eine neue Bleibe suchen. (FOTO: ANDREAS LÖFFLER )

Von
Ralph Kühne wirkt erleichtert. Seit Montagnachmittag hat der Manager des Fußball-Regionalligisten HFC die schriftliche Bestätigung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), dass die Lizenzunterlagen fristgerecht und vollständig in Frankfurt (Main) eingegangen sind.
HALLE/MZ. 

Und das heißt wie schon im Vorjahr: die Lizenzunterlagen für die dritte Liga und die Regionalliga.

Drei Monate Arbeit liegen hinter der HFC-Führungsriege um Präsident Michael Schädlich, Wirtschaftsbeirats-Chef Wilfried Klose und Kühne. "Wir sind diese Arbeit ja seit einigen Jahren gewohnt. Doch die wirtschaftliche Situation der Region macht sie nicht unbedingt einfacher", sagt Schädlich. "Deshalb bin ich froh, dass wir mit einem ordentlichen Etat von 2,2 Millionen Euro für die Regionalliga und 3,4 Millionen für den Fall des Aufstiegs planen können."

Schädlich nennt dies "eine Planung am oberen Rand". "Doch unsere gute wirtschaftliche Arbeit der letzten Jahre wird von unseren Partnern akzeptiert. Wir zehren davon, dass unsere erste Mannschaft seit eineinhalb Jahren guten Fußball spielt. Selbst die Teilnahme an der A-Junioren-Bundesliga ist mittlerweile ein Argument in Sponsorengesprächen."

Als nur schwer planbare Größe bei der Lizenzerarbeitung erwies sich allerdings die Frage der Spielstätte. Bleibt der HFC in der Regionalliga, trägt er zwölf Heimspiele im nur 4 500 Zuschauer fassenden Neustädter Stadion am Bildungszentrum aus und fünf im Zentralstadion Leipzig. "Wir planen fünf, es können am Ende aber auch nur drei sein. Es geht dabei um die Sicherheitsspiele gegen den 1. FC Magdeburg, den Chemnitzer FC, Rasenball Leipzig und einen möglichen Drittliga-Absteiger", erklärt Kühne. Schafft Trainer Sven Köhler mit seinem Team noch den Drittliga-Aufstieg, dann steht ein kompletter Umzug in die Messestadt an. Dort muss sich der HFC die Spielstätte mit dem zu erwartenden Aufsteiger RB Leipzig teilen.

Fest steht aber jetzt schon, dass die erste Mannschaft zur neuen Saison auch für den Trainingsbetrieb komplett nach Halle-Neustadt umziehen wird. "Wir werden bei ungünstiger Witterung natürlich auch weiter den Kunstrasenplatz am Sandanger nutzen. Aber es existiert bereits ein Nutzungsplan für Neustadt, der unter anderem vorsieht, dass wir uns mit dem dort ansässigen FC Halle-Neustadt zeitlich möglichst optimal arrangieren", erklärt Kühne.

Auch die Frage des Umzugs der Geschäftsstelle, die sich derzeit noch im Kurt-Wabbel-Stadion befindet, soll in den nächsten Wochen geklärt werden. "Das ist ein Anlaufpunkt für viele Anhänger und Gäste. Den werden wir nicht bis nach Neustadt verlegen, sondern zentraler in Halle halten", so der Manager.

Das größte Problem für den Verein sind allerdings die andauernden Spielausfälle. "Die Kosten laufen weiter, aber bei den Einnahmen hapert es", sagt Schädlich. Die Einnahmen vom Heimspiel gegen den Chemnitzer FC, das in der Regel 6 000 bis 7 000 Zuschauer zieht, fehlen in der Kasse. Hoffnung setzen die Verantwortlichen nun auf den Sonntag. Dann soll das Heimspiel gegen den FC Oberneuland Bremen (13.30 Uhr) stattfinden. "Im Moment ist das Kurt-Wabbel-Stadion bespielbar. Der Wind hat gute Arbeit geleistet. Schwere Regengüsse sind aber nicht dienlich", sagt Kühne.

Noch sind die ausgefallenen Punktspiele nicht neu angesetzt. Doch der Manager beschäftigt sich bereits mit möglichen Terminen. "Unser Auswärtsspiel bei Tennis Borussia Berlin ist für den 12. März, einen Freitag, angesetzt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir zwei Tage später das Pokalspiel in Elster nachholen." Diese Variante würde allerdings gleich Makulatur, wenn der DFB für wieder nur zwei Tage später ein Punktspiel ansetzen würde. "Dann müssten wir neu nachdenken, denn wir bekommen noch genug englische Wochen in diesem Frühjahr."

Auch interessant