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Hallescher FC: Eisige Zeiten für Eismann

19.02.2013 22:20 Uhr | Aktualisiert 22.02.2013 13:55 Uhr
HFC-Spieler Sören Eismann.   (BILD: LÖFFLER)
Von Thomas Düll
Bisher galt Toni Leistner nur als Kandidat für die Innenverteidigung des Halleschen FC. Nun gibt ihm der Trainer plötzlich eine Perspektive auf rechts.
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Münster/Halle/MZ. 

Vor der Partie des Halleschen FC bei Preußen Münster (0:2) waren die Rollen zwischen Toni Leistner und Sören Eismann noch klar verteilt. Der eine - Leistner - lief das erste Mal für seinen neuen Klub auf. Als defensiver Mittelfeldspieler ersetzte der Neuzugang von Dynamo Dresden den gesperrten Anton Müller. Der andere - Eismann - war gesetzt als Rechtsverteidiger. Ein unproblematisches Nebeneinander.

Doch seit der 60. Spielminute am Sonnabend stehen die Zeichen auf Rivalität. Eismann wurde gegen Erich Sautner ausgewechselt und Leistner beackerte fortan die rechte Abwehrseite. Damit hat Trainer Sven Köhler offiziell den Kampf um diese Position eröffnet.

Erstaunlich ist dieser Schachzug, weil Leistner eigentlich bislang nur für die Innenverteidigung vorgesehen war. Weniger erstaunlich ist der Wechsel jedoch aus sportlicher Sicht. Der 24-jährige Eismann hatte in Münster seinen Flügel und den dort groß aufspielenden Dennis Grote kaum im Griff. Hinzu kam der Abstimmungsfehler bei einem Pass von Leistner, dem Eismann nicht entgegenging und so der Ballverlust zum 0:2 zustande kam.

Die Deutungshoheit um diesen vorentscheidenden Fehler verstärkt die Brisanz. Trainer Köhler gibt sich diplomatisch: „Der eine denkt, der Mitspieler kommt ran. Der Pass ist nicht scharf genug, und Eismann könnte dem Ball einen Schritt entgegen kommen.“ Doch Toni Leistner weist einen Fehler von sich: „Ich habe den Pass scharf genug gespielt. Das ist ja immer Ermessenssache, aber auch die Teamkollegen meinten, dass er entgegenkommen muss.“

Gemessen auch an den Leistungen aus den vergangenen Partien, wackelt Eismanns Stammplatz gewaltig. Beim 1:0 gegen Babelsberg eine Woche zuvor wurde er ein ums andere Mal überlaufen. Köhler kennt das Problem. Der Coach hatte in der Winterpause nicht umsonst auf Pierre Becken als Rechtsverteidiger gesetzt. Damals sagte Köhler: „Ich habe den Eindruck, dass Sören nach seiner Verletzung im Herbst noch nicht wieder zu seiner inneren Sicherheit zurückgefunden hat.“ Nach Beckens erneutem Mittelfußbruch kehrte zwar Eismann zurück. Mit ihm jedoch auch die Unsicherheit. Leistner wittert nun seine Chance. Immer wieder betont er, dass er in Dresden - wenn er denn spielte - als Rechtsverteidiger zum Zug gekommen war.

Noch ist nicht klar, ob Sven Köhler die rechte Abwehrseite wirklich umbaut. Kapitän Marco Hartmann jedenfalls lobte die Alternative in Münster: „Toni war rechts noch stärker als im defensiven Mittelfeld.“ Dort wird er aber aller Voraussicht nach am kommenden Sonnabend gegen den Chemnitzer FC wieder gebraucht werden. Hartmann sammelte in Münster seine fünfte Gelbe Karte und fehlt.

Sören Eismann bekommt so noch eine Bewährungschance.

Weitere Informationen zum Halleschen FC: www.mz-web.de/hfc