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CV Mitteldeutschland: Volleyballer verlieren zu Hause

Uhr | Aktualisiert 11.11.2012 20:34 Uhr

Piraten-Kapitän Jiri Stolfa (hinten) schlägt in dieser Szene den Block des Moerser SC an. (FOTO: PETER WÖLK)

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Die Volleyballer des CV Mitteldeutschland haben einen weiteren Rückschlag im Kampf um den direkten Einzug in die Playoffs erlitten.
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Spergau/mz. 

Am Samstag gab es in der Spergauer Jahrhunderthalle den erwartet knappen Ausgang im Bundesligaspiel zwischen den Piraten des Chemie Volley Mitteldeutschland und den Adlern des Moerser SC. Am Ende hieß es 1:3 (30:28, 20:25, 23:25, 27:29). "Es war ein Duell auf Augenhöhe. Das zeigen schon die überwiegend knappen Zwischenstände mit dem glücklichen Ende für uns", gestand der Moerser Cheftrainer Chang Cheng Liu freimütig ein.

Natürlich waren die CVM-Piraten nach Spielschluss über die Niederlage bitter enttäuscht. Selbst Spielführer Jiri Stolfa fand kaum Worte und musste von seinem Vereinspräsidenten Peter Kurzawa getröstet werden. "Diesmal haben Kleinigkeiten entschieden. Jetzt heißt es, intensiv auswerten und dann auf die nächste Aufgabe in Dresden konzentrieren", gab er ihm mit auf den Weg.

Zwischen den Gästen und dem CVM gab es schon vor der Begegnung einige Gemeinsamkeiten. So waren beide Team unmittelbare Tabellennachbarn, Moers lag auf dem sechsten und der CVM auf dem siebenten Rang. Beide hatten vier Pluspunkte auf ihrem Konto. Auch in der Zielstellung für die laufende Saison stimmt man überein. Tabellenrang vier bis sechs hat man auf beiden Seiten als Zielstellung ausgegeben. Aber natürlich gab es auch Unterschiede. So sprach die Statistik klar für die Gäste. Von den bisher zehn gespielten Bundesligapartien der letzten fünf Jahre konnten die Piraten nur zwei für sich entscheiden. Die Formkurve der Moerser war in der Anfangsphase der Saison alles andere als stabil. So kam der SC im Pokalspiel beim Zweitligisten Durmersheim zu einem mühevollen 3:1. Dagegen warteten die Gastgeber zuletzt mit überzeugenden Leistungen auf, was sich im 2:3 in Friedrichshafen und dem überzeugenden 3:0 im Pokal in Leipzig ausdrückte. So lagen die Chancen auf einen Sieg für jede Seite bei 50 Prozent. Und dies sollte sich schon im ersten Satz bestätigen. Nach einer knappen Führung zu Beginn ging es ständig auf und ab. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Auffallend schon hier, dass die Piraten oft erfolgreich punkten konnten, wenn sie über die Mitte (Artur Augustyn und Jairo Hooi) den Abschluss suchten. Beim 23:20 schien sich die Waage zugunsten der Piraten zu neigen. Aber die Adler kamen zurück. Letztlich entschied der Wille und ein Ass von Bradley Lawson zum 30:28. "In Durchgang zwei lief bei uns nichts zusammen", analysierte Piraten-Cheftrainer Matthias Münz den 20:25-Satzausgang. Der Block offenbarte zu viele Löcher.

Die folgende Zehn-Minuten-Pause kam dem CVM entgegen. Mit 6:1 kam man fast ideal in den dritten Satz. Auch wenn sich die Gäste mühten, bis zum 23:20 deutete alles auf einen Gewinn für die Piraten hin. Doch die Münz-Schützlinge gaben den Durchgang noch ab (23:25). Auch im vierten Satz ging es durchweg vom Anfang bis zum Ende sehr knapp zu. Zweimal hatten die Mitteldeutschen Satzball (26:25, 27:26), konnten ihn aber nicht nutzen. Ein erfolgreicher Block des Holländers Bobby Kooy brachte schließlich Satz- und Spielgewinn für die Westdeutschen.

"Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Kleine Dinge und vielleicht etwas Pech gaben den Ausschlag. Insgesamt war es ein gutes Bundesligaspiel"", zog Coach Münz ein erstes Fazit. "Nun müssen wir in Dresden gewinnen", fügte er an.

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