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CV Mitteldeutschland: Auf dem Piratenschiff brennt es

Uhr | Aktualisiert 13.12.2012 22:18 Uhr
Trainer Matthias Münz (r.) und die Spieler diskutieren. (FOTO: WÖLK) 
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Auf dem Piratenschiff brennt die Luft. Auslöser ist ein Beitrag, den der Geschäftsführer des CV Mitteldeutschland am Donnerstag zum dürftigen 3:2-Sieg gegen den Letzten Berlin auf der Internetseite des Volleyball-Bundesligisten veröffentlicht hat.
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Spergau/MZ. 

Auf dem Piratenschiff brennt die Luft. Auslöser ist ein Beitrag, den der Geschäftsführer des CV Mitteldeutschland, Albrecht Pfefferkorn, am Donnerstag zum dürftigen 3:2-Sieg gegen den Letzten Berlin auf der Internetseite des Volleyball-Bundesligisten veröffentlicht hat. Darin wirft er der Mannschaft vor: "Respektlos gegenüber den Fans, Management und Sponsoren".

Trainer Matthias Münz ist erbost. "Ich habe um ein Gespräch mit dem gesamten Vorstand, der Geschäftsleitung und der Mannschaft gebeten", erzählt Münz. "Ich will wissen ob es die persönliche Meinung von Herrn Pfefferkorn ist oder die des gesamten Vorstandes", sagt Münz. Die Spieler sind empört. Florian Völker hat mit Mitspielern telefoniert.

"Wir sind alle sackig", sagt er, "so etwas kann man als Geschäftsführer nicht machen." Das Spiel gegen Berlin sei nicht so schlecht gewesen, wie es gemacht werde. Der Zuspieler wirft ein, dass die Mannschaft nach zuvor drei verlorenen Spielen nicht "mega-selbstbewusst" sei.

Selbstbewusst - so würde Pfefferkorn die Jungs gern wieder spielen sehen: "Der Beitrag ist provokativ. Vielleicht ist er ja Ansporn." Dass das Team eine Trotzreaktion am Samstag (19.30 Uhr) gegen KW Bestensee zeige, bleibe abzuwarten, so Münz. Zunächst herrsche nur Unverständnis. Völker: "Uns an den Pranger zu stellen und auf uns einzuhauen, kann nie gut sein."

Pfefferkorn steht zu dem, was er geschrieben hat. "Sie haben mit dem Spiel viel Kredit verspielt", meint er - bei Sponsoren und Vereinsverantwortlichen. Und gegenüber denen hätten die Spieler Verpflichtungen: "Alle kämpfen hinter den Kulissen darum, dass jeder der Spieler und jedes Mitglied des Trainerstabs am Monatsende pünktlich entlohnt werden kann", so Pfefferkorn. Dies sei ein extrem schwerer Kampf. "Die Piratencrew scheint sich darum aber keine ernsthaften Gedanken zu machen."

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