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Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz: Polizei stoppt 200 Fans von Lok Leipzig mit Pyrotechnik

Polizei

Ein Fahrzeug der Polizei

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dpa/Symbol

Leipzig -

Nach einer missglückten Geburtstagsfeier für ihren Verein ermittelt die Polizei gegen drei Anhänger des Fußball-Oberligisten 1. FC Lok Leipzig. Ihnen wird ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vorgeworfen, wie Behördensprecher Uwe Voigt am Mittwoch in Leipzig sagte. Die Beschuldigten waren am Dienstag mit einer Gruppe von etwa 200 Fans unterwegs gewesen und wollten Bengalische Feuer zünden, um ihren Club zu feiern. Da die Bengalos zur Pyrotechnik zählen, dürfen sie aber nur in der Silvesternacht und am Neujahrstag gezündet werden.

Die Polizei hatte die Fans im Leipziger Stadtteil Stötteritz gestoppt. Ihnen wurde untersagt, die mitgeführten Bengalos zu zünden. Von den Beamten begleitet zogen die Lok-Fans auf Einladung von Vereinspräsident Jens Kessler zum Stadion des Vereins weiter. Dabei blieb es Voigt zufolge friedlich. Allerdings durften die Anhänger des Clubs auch dort ihre Pyrotechnik nicht verwenden. Denn dies hätte die offizielle Anmeldung eines Feuerwerks vorausgesetzt.

In der vergangenen Woche hatten im Leipziger Stadtteil Connewitz mehr als 200 Rechtsextreme und Hooligans randaliert. Sie steckten Autos in Brand, zündeten Pyrotechnik und hinterließen Schäden an vielen Geschäften und Kneipen. Nach Polizeiangaben sollen unter den Angreifern auch Randalierer aus dem Umkreis des 1. FC Lok Leipzig gewesen sein. Der Traditionsverein hatte sich von den Ausschreitungen distanziert und erklärt, diese Kriminellen seien keine Lok-Fan. (dpa)