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Rittergut in Kohren-Sahlis: Gläubiger prüft Verkauf nach KZ-Äußerung

Das Rittergut in Kohren-Sahlis (Sachsen), aufgenommen am 20.01.2016. Das Rittergut des Rechtsextremisten Karl-Heinz Hoffmann wurde am gleichen Tag verkauft. Das Höchstgebot für das unter Denkmalschutz stehende Ensemble betrug bei der Zwangsversteigerung am Mittwoch in Leipzig 160 000 Euro.

Das Rittergut in Kohren-Sahlis (Sachsen), aufgenommen am 20.01.2016. Das Rittergut des Rechtsextremisten Karl-Heinz Hoffmann wurde am gleichen Tag verkauft. Das Höchstgebot für das unter Denkmalschutz stehende Ensemble betrug bei der Zwangsversteigerung am Mittwoch in Leipzig 160 000 Euro.

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dpa

Leipzig -

Am Rande der Zwangsversteigerung eines Rittergutes in Kohren-Sahlis ist es am Mittwoch zu einem Eklat gekommen. Ein Vertreter des Höchstbietenden kündigte an, auf dem Gut ein "Konzentrationslager" errichten zu wollen. Die Gläubiger wollen nach Informationen der Leipziger Volkszeitung nun prüfen, welche Absichten der Käufer hat. Demnach könnte ein Zuschlag noch verweigert werden. Eine Sprecherin der Bieters, der 160.000 Euro bot, hatte die KZ-Äußerung am Mittwoch unkommentiert gelassen.

Das denkmalgeschützte Rittergut gehörte seit 2004 dem Rechtsextremisten Karl-Heinz Hoffmann, der die inzwischen verbotene Wehrsportgruppe Hoffmann gründete. Hoffmann hatte beim Abwasserzweckverband Wyhrattal Schulden angehäuft. Der Verband ließ das Gebäude aufgrund der Schulden zwangsversteigern. (mz/ts)