Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, Mitteldeutschland und der Welt

Neues Onlineportal: "HelpTo" verbindet Flüchtlinge und Leipziger Helfer

Der Schriftzug «Flüchtlingskrise - wie schaffen wir das»

Der Schriftzug «Flüchtlingskrise - wie schaffen wir das»

Foto:

dpa

Leipzig -

Seit Monaten ist die Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge in Leipzig groß. Jetzt können Geflüchtete und Helfer ohne Umwege direkt zueinander finden - mit Hilfe der am Montag in der Messestadt gestarteten Onlineplattform „HelpTo“. Zum Einstieg stellte die Studentenvertretung der Universität das Portal vor. Über die Plattform sollen die vielfältigen Initiativen und Angebote in der Stadt gesammelt werden, erläuterte Referentin Franziska Koop.

„Uns ist aufgefallen, dass es einfach schwer ist, das ganze Engagement zu bündeln“, sagte sie. Viele Menschen würden die Neu-Leipziger unterstützen wollen und sie wollten wissen, wie und wo sie das tun können.

Anlaufpunkt seien lange die Menschen und Initiativen in den Asylunterkünften gewesen, sagte Johannes Kömpf. Mit dem Verein „Pandechaion“ betreut er mehrere Unterkünfte in Leipzig. „Die Sozialarbeiter vor Ort sind aber so stark ausgelastet, dass sie das nicht vernünftig koordinieren können“, sagte Kömpf.

Die Plattform soll sie nun entlasten. Auf der Webseite können Einzelpersonen und Organisationen Hilfsangebote einstellen. Aber auch Geflüchtete können ihre Hilfe anbieten. „So können sie mehr Eigenständigkeit erlangen und auch selbst ihre Fähigkeiten in die Gesellschaft einbringen“, sagte Koop. Der Dienst ist Teil eines Onlineportals, das bereits in mehreren Bundesländern aktiviert ist. Mit Leipzig kommt nun der erste Zweig in Sachsen hinzu.

(dpa)