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Bombe in Leipzig gefunden: Sprengung des Blindgängers war erfolgreich

Fliegerbombe

Eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg wird am 14.01.2016 in Leipzig (Sachsen) gesprengt.

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dpa

Leipzig -

Gegen 15 Uhr war es endlich so weit: Der Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in Leipzig-Wahren kontrolliert gesprengt. Ursprünglich war die Sprengung bereits gegen 13 Uhr geplant. Da sich jedoch das befüllen von Wassersäcken verzögerte, gab es den großen Knall erst am Nachmittag. Die Bombe wurde mit Wassersäcken gedämmt, die insgesamt 40.000 Liter enthalten. Sie sollten die Sprengung dämpfen.

Am Morgen wurden Hundert Menschen in Sicherheit gebracht. Für die rund 370 Anwohner steht seit 7.30 Uhr eine nahe gelegene Turnhalle als Notunterkunft bereit, wie ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen sagte. auch einie Straßen wurden gesperrt.

Behinderungen im Bahnverkehr zwischen Halle und Leipzig

Der Bahnhof in Leipzig-Wahren soll nach bisheriger Planung zwischen 9.00 und 16.00 Uhr nicht mehr angefahren werden, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin am Morgen ankündigte. Davon betroffen sei die S-Bahn-Linie 3, die zwischen Leipzig und Halle fährt. Zwischen den Hauptbahnhöfen Leipzig und Halle sollen die Züge über Delitzsch sowie den Flughafen Leipzig/Halle umgeleitet werden. Außerdem ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen vorgesehen.

Bei folgenden S-Bahnen kommt es zur Umleitung:


S 31719 ab Halle (Saale) Hbf um 08:46 Uhr nach Leipzig Hbf
S 31716 ab Leipzig Hbf um 09:08 Uhr nach Halle (Saale) Hbf

B6 gesperrt

Die neue Bundesstraße 6 ist während der Sprengung auch gesperrt. Betroffen sind die Stahmelner Allee, Hallesche Straße, Georg-Schumann-Straße, Linkelstraße, Pater-Gordian-Straße, Tannenwaldstraße, Lindenthaler Hauptstraße, Erich-Thiele-Straße, Am Exer und Neue Hallesche Straße. Die Polizei bittet darum, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Anwohner müssen Wohnungen verlassen

78 Häuser müssen zeitweilig geräumt werden. Die rund 370 betroffenen Anwohner sind dabei, ihre Wohnungen zu verlassen. Für diejenigen, die nirgendwo sonst zeitweise unterkommen können, wurde die Turnhalle der Paul-Robeson-Schule in der Jungmannstraße als Ausweichquartier bereitgestellt. Sie werden von einer Sondereingreiftruppe des Katastrophenschutzes betreut.


(dpa/mz)