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Astoria Leipzig: Neuer Glanz für das Grandhotel

Verfallen präsentiert sich das ehemalige Hotel "Astoria" in der Innenstadt von Leipzig

Verfallen präsentiert sich das ehemalige Hotel "Astoria" in der Innenstadt von Leipzig

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dpa

Leipzig -

Irgendwann, da sind sich an diesem Abend alle Anwesenden sicher, soll das Astoria Hotel unweit des Leipziger Hauptbahnhof wieder erstrahlen. Göran Nitsche und Johannes Fix aus der Messestadt haben eine Initiative gegründet: Sie wollen sich für den Erhalt des ehemaligen Grandhotels einsetzen.Vom einstigen Glanz des Astoria Hotels kann heute nämlich nur noch die alte Gründerzeitfassade erzählen. Was geblieben ist, sind verbarrikadierte Fenster, hier und da Graffiti: Seit Ende 1996 steht das Hotel am Goerdelerring in Leipzig leer. Zu DDR-Zeiten stand das Astoria für Luxus, es war ein Ort, an dem die westliche Welt ein und aus ging. 

Am Freitagabend sind Organisatoren und Interessierte in einem Café im Stadtteil Gohlis zusammengekommen, um sich kennen zu lernen, Ideen zu sammeln und zu konkretisieren. Rund 20 Leute sitzen im Hinterzimmer des Cafés und lauschen den Plänen von Göran Nitsche und Mitinitiator Johannes Fix. Diese Vorhaben sind so detailliert wie konfus und viel zu oft fällt das Wort "möglicherweise". Aber das ist eigentlich auch egal. Was zählt: Zum ersten Mal seit der Schließung des Hotels vor über 20 Jahren hat sich eine Gruppe von Menschen zusammengefunden, die etwas an diesem Ort bewegen möchte.

Das Astoria soll wieder erstrahlen

Seit Kurzem hat das Gebäude einen neuen Besitzer, mit dem die Initiatoren schon in Kontakt stehen: Das seit rund 20 Jahren leerstehende Hotel wurde Mitte Januar im Rahmen eines großen Immobiliendeals verkauft. Informationen der Leipziger Volkszeitung zufolge gehört das Gebäude nun nicht mehr dem US-Investor Blackstone, der das Haus Ende 2006 gemeinsam mit anderen Interhotels aufgekauft hat. Der neue Besitzer ist ein Zusammenschluss aus Starwood Capital, einer Tochtergesellschaft des Hotel-Riesen Marriott, i-Star und der Investmentgesellschaft Brookfield.  

"Ich konnte einfach nicht mehr mit ansehen, dass nichts mit diesem Gebäude passiert", sagt Johannes Fix, der seinen Mitstreiter via Facebook gefunden hat. Gemeinsam betreiben sie die Seite Projekt Hotel Astoria Leipzig (www.facebook.com/LeipzigAstoria), über die sie ständig nach Gleichgesinnten und Astoria-Fans suchen. Eine Webseite ist bereits in Planung.

"Wir sind Träumer und Visionäre, mit dem Wunsch, dass das Astoria wieder erstrahlt", sagt Nitsche am Freitag. Und der 36-Jährige hat damit nicht ganz unrecht. Träume können schließlich auch wahr werden. (mz)



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