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Volleyball: Regionalligist MTV kriegt die Kurve

Die Regionalliga-Volleyballer des MTV Wittenberg haben am Samstag ihren ersten Sieg im Jahr 2016 eingefahren.

Die Regionalliga-Volleyballer des MTV Wittenberg haben am Samstag ihren ersten Sieg im Jahr 2016 eingefahren.

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Klitzsch

Wittenberg -

Der Knoten ist geplatzt! Die Regionalliga-Volleyballer des MTV Wittenberg haben am Sonnabend Gastgeber USV Potsdam 3:1 (22:25, 25:22, 25:20, 25:22) geschlagen, den ersten Sieg im Jahr 2016 eingefahren und ihren zweiten Tabellenplatz gefestigt. Aufgrund der 1:3-Heimniederlage von Primus TSV Spandau gegen den VC Potsdam-Waldstadt ist der Rückstand auf den Tabellenführer auf fünf Punkte - der MTV hat eine Begegnung weniger absolviert - geschrumpft. „Wir waren von zwei durchschnittlichen Mannschaften die bessere“, sagt der Wittenberger Cheftrainer Ulf Jonas ganz ehrlich. Seine Schützlinge sind nach drei Niederlagen in Folge zwar wieder auf einem guten Weg, doch insgesamt hat sich der Tabellenzweite viel zu viele Fehler geleistet. „Jeder Spieler hatte in Potsdam seine Höhen und Tiefen. Ich hoffe, dass wir mit diesem Sieg wieder in den Rhythmus kommen.“

Durchwachsener Beginn

Der MTV erwischt in der Hauptstadt Brandenburgs einen guten Start und geht im ersten Satz 7:3 in Führung. „Dann zieht in unsere Aktionen der Schlendrian ein“, blickt Jonas zurück und fügt an, dass sich aber kein Spieler einen kompletten Aussetzer geleistet hat. Gastgeber Potsdam nutzt diese Schwächephase, dreht den Spieß herum (17:16) und lässt sich in der Schlussphase nicht mehr von der Siegerstraße schubsen (25:22). In der Pause versucht der Chefcoach, seine Jungs mit klaren Ansagen zu motivieren. „Es war mein Ziel, die Stimmung von Anbeginn hochzuhalten“, sagt er und betont, dass alle Akteure voll mitgezogen haben. Nach dem Wechsel leisten sich die Lutherstädter zwar weiter viele Fehler, doch der Gegner hat auch nicht seinen besten Tag erwischt. Über die Stationen 11:7 und 19:14 hinweg strebt der MTV dem Satzausgleich entgegen (25:22). „Das Ergebnis ist okay“, so der Coach.

Falsche Einschätzung

Der dritte Durchgang ist hart umkämpft. Zunächst hat der USV 10:9 die Nase vorn, dann der Tabellenzweite 16:15. In dieser Phase fällt die Entscheidung zu Gunsten der Wittenberger. Beim 21:18 sieht es gut aus, beim 25:20 ist die 2:1-Führung in Sack und Tüten. „Ich habe zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass der Potsdamer Kampfgeist erloschen ist“, gibt Jonas zu, der mit dieser Einschätzung zunächst richtig liegt. Der MTV zieht im vierten Durchgang auf 19:12 davon und hat eigentlich mehr als die halbe Miete drin. Doch der Wittenberger Coach hat die Rechnung ohne den Wirt beziehungsweise ohne seine Schützlinge gemacht. Wieder steht der Schlendrian mit auf dem Parkett. Der 47-jährige Trainer spricht von Fehlern bei der Aufgabe und im Angriff. Am Ende wird alles gut. Der MTV gewinnt 25:22 und feiert ein längst vermisstes Gemeinschaftsgefühl. „Gewinnen ist besser als verlieren. Das haben alle gemerkt“, so der Coach. (mz)