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Volleyball-Regionalliga: Altstars im Abstiegskampf im Einsatz

MTV Wittenberg hat zuletzt gegen Berlin-Südwest 1:3 verloren.

MTV Wittenberg hat zuletzt gegen Berlin-Südwest 1:3 verloren.

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Klitzsch

Wittenberg -

Am Samstag erwartet der USV Potsdam ab 19 Uhr in der Volleyball-Regionalliga den MTV Wittenberg. Da werden Erinnerungen an die erste Partie wach. Die Lutherstädter treffen nach fünf Erfolgen in Serie als Spitzenreiter auf den ärgsten Verfolger, der nur einen winzigen Satz weniger gewonnen hat. Mehr Spitzenspiel geht nicht. Die Gastgeber gewinnen 3:1 und werden von den Fans in der Stadthalle mit stehenden Ovationen gefeiert. Benjamin Schenke hat den Gästen mit seinen Aufschlägen den letzten Nerv gezogen. „Es war ein tolles Spiel unserer Mannschaft“, sagt Christian Burghardt, der als bester Potsdamer geehrt wird. „Wir freuen uns schon auf das Rückspiel“, droht der Aktive mit der Revanche.

Der Spaß ist aber beiden Teams inzwischen abhanden gekommen. Bei der Erstauflage gelingt dem MTV-Libero ein spektakulärer Fallrückzieher, jetzt ist sein Team schon über ganz gewöhnliche Punkte zufrieden. In diesem Jahr wurden sämtliche Begegnungen verloren. Der Spitzenplatz ist längst pfutsch. Der Rückstand zum neuen Tabellenführer und Ex-Bundesligisten TSV Spandau beträgt als Zweiter stolze acht Zähler. Noch ärger hat es Potsdam erwischt. Sie sind auf Rang acht abgestürzt. In der Vorwoche wird vor 250 Zuschauern beim Tabellenletzen in Spremberg 1:3 verloren. Bester Potsdamer ist erneut Burghardt. Der Verein zieht jetzt aber die Reißleine. Auf der Homepage wird der Einsatz der Altstars angekündigt.

„Wir wollen nicht noch in den Abstiegsstrudel geraten“, erklärt Erik Heidemann, der in die Star-Kategorie zählt. „Beim Abschlusstraining am Donnerstag wird über die Aufstellung entschieden“, so der Spieler, der davon ausgeht, das Andreas Scheuerpflug in der prekären Situation - der Vorsprung zum Letzten beträgt nur noch sechs Zähler - einsatzbereit ist. Der Mann kann auf eine beeindruckende internationale Karriere im Beachvolleyball zurückblicken. Der fünffache Deutsche Meister hat zwei Olympiateilnahmen in Sydney und Athen (Rang fünf) und Siege bei World-Tour-Turnieren in Shanghai und Klagenfurt verbuchen können. Der Mann ist aber bereits 47. „Das ist im Volleyball kein Alter. Da zählt die Erfahrung am Netz. Die Jüngeren stehen für die spektakulären Aktionen“, so MTV-Trainer Ulf Jonas, der sich bestens vorbereitet sieht.

„Wir haben am Dienstag ein ordentliches Training absolviert - Annahme und Angriff geübt“, so der Coach. Er freue sich auf einen „harten Kampf“, in dem der MTV seinen Kontrahenten auch „verbal kitzeln“ werde. Darauf ist der Kontrahent vorbereitet. „Wir werden alles geben, und die da oben ärgern. Dazu gehören auch derbe Sprüche am Netz“, so Heidemann. Das sei aber nach der Begegnung schnell vergessen. „Da können wir dann zusammen wieder ein Bierchen trinken“, sagt der Potsdamer. (mz)



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